• amaara® anna m.drack

Zwischen den Jahren

Nach den besinnlichen Tagen bereitet man sich auf den Jahreswechsel vor

Zeit Bilanz zu ziehen


2019 war ein gutes Jahr, ein sehr gutes Jahr ….wenn nicht… ja wenn nicht der 25.11.2019 gewesen wäre

Aber fangen wir am Anfang an


2019 war ein Jahr in dem ein für mich neues unbekanntes Leben begann… zum 1.2.2019 bin ich in Rente gegangen…nicht ganz freiwillig…aber letztendlich war es die richtige Entscheidung

Das erste Mal seit 40 Jahren musste ich mir keine Gedanken mehr machen, ob am Ende genug Geld reingekommen ist, um Krankenkasse und Miete zu zahlen, ob es reichen würde meine Mädels im nächsten Monat zu kleiden und zu bekochen

Am 1. des Monats war die Krankenkasse bezahlt und für alles andere reichte es auch

Eine Jahreskarte für den Kölner Zoo habe ich mir geleistet und war mindestens 3 – 4 mal die Woche da, um zu Fotografieren

Ja, das Fotografieren war jetzt auch anders…nur noch Hobby… nur noch Motive die ich selber ausgesucht habe … nur noch Spaß an der Sache. Und pünktlich zur Rente gab es eine neue Kamera und ein neues Objektiv

Ausflüge mit der Tochter in die Zoos von Krefeld, Gelsenkirchen oder Duisburg sorgten für den nötigen Abstand zum Alltag

Neben der Pflegearbeit , die ich leiste, also ausreichend Zeit für mich…

Ich habe nach einer alten CircusWeisheit gelebt, die mir Bernhard Paul einmal verraten hat…



Wirf das Geld zum Fenster raus,
es kommt zur Tür wieder rein

Und wenn man das in Maßen und nicht übermütig macht, stimmt es sogar


Bis auf gesundheitlich kleinere Störungen, die wohl jeder in meinem Alter hat, war alles bestens


Und dann kam eben jener Abend im November


Ich wurde urplötzlich mit einem Zeitraum in meiner Vergangenheit konfrontiert ( etwa 2,5 Jahre her) den ich verdrängt, aber wohl nie wirklich verarbeitet, hatte

Ein Zeitraum , der mich viel Geld gekostet hat, für manch eine Enttäuschung gesorgt hat und auch meine bis dahin stoische Gesundheit in die Knie gezwungen hat

Ausgelöst von einer Person, der ich vertraut hatte und mit der ich beruflich und gesellschaftlich etwas aufbauen wollte

Keine Person in die ich verliebt war, schlimmer, ein Mensch, den ich als Freund betrachtet habe

Dieser Mensch steht nun an diesem Abend urplötzlich bei einer Veranstaltung vor mir…und während ich den Schein wahren und kurz zur Begrüßung nicken konnte, ließ sein Benehmen jeglichen Anstand und Charakter vermissen…er starrte rüber und rüber und rüber , immer in mein Gesicht…sodass es den Leuten in meinem Umfeld schon auffiel

Nach gefühlten 100 Minuten, in Wahrheit waren es wohl 5-6 Min verschwand er dann endlich aus meinem Blickfeld

Ein Mensch, dem ich bereits vor 2,5 Jahre gesagt habe, ich wolle NIE wieder etwas mit ihm zu tun haben oder von ihm hören

Nun war dieses Treffen nur rein zufällig, deshalb habe ich es auch schnell wieder vergessen

Drei Tage später erhielt ich morgens eine WhatsApp von dieser Person mit einem längeren Video, das wohl zeigen sollte welch toller Mensch er ist und einer Drohung…Keine Drohung von Gewalt, nein von rechtlichen Schritten gegen mich, wenn ich mir erlauben würde noch einmal über ihn zu lästern

Okay, ich bin eine Lästerschwester… aber wenn ich in den letzten 950 Tagen 10 oder 15 mal etwas gepostet habe, dass auch auf ihn passen könnte, war das häufig

Einen Namen habe ich nie genannt …weder von ihm noch irgendeiner Organisation, die zu ihm gehört

Jetzt gibt es eine eiserne Regel in meinem Leben:


Den Mund verbietet mir keiner!!!!

Und wer laufend Steilvorlagen liefert, darf sich wirklich nicht wundern, wenn man lacht


Knapp zwei Wochen später starb unerwartet ein netter Kollege von mir, er wurde bei der Ausübung seines Berufes ermordet


In solchen Momenten steht die Welt still, man kommt an grübeln


Viele Menschen sind religiös, und wir haben viele unterschiedliche Glaubensrichtungen auf dieser Erde

Auch in meiner Familie gibt es eine Philosophie nach der wir leben. Sie ist sowohl buddhistisch als auch nach der griechischen und nordischen Mythologie geprägt

Und auch hier gibt es eine eiserne Regel..

Man darf einen Kampf verlieren,aber nie vor dem Ende aufgeben. Schlimmer als das Leben zu verlieren, ist es den Stolz und die Ehre zu verlieren


Und genau das habe ich vor langer Zeit getan…ich bin den leichteren Weg gegangen

Und vor 2,5 Jahren habe ich, nachdem ich endlich wieder gesund war, diesen Menschen aus meinem Gedächtnis gestrichen, alles verdrängt und zu den Akten gelegt

Ich habe nicht um das Geld gekämpft, dass mir noch zu stand und mich nicht gegen die Verleumdungen und Lügen von ihm gewehrt…

Ich hab das Schwert kampflos aus der Hand gelegt und gedacht… Irgendwann wächst da Gras drüber

In den letzten 6 Wochen wurde mir bewusst, wie plötzlich das Leben zu Ende sein kann und wie wichtig es ist, mit sich im Reinen zu leben

Wenn du Hilfe von Gott willst, hilf dir selbst… und das wird mein Motto für 2020 sein

Es gibt einige Menschen, die mir noch so einiges Schulden, und seien es nur 10 Euro

Ich werde ihnen die offenen Rechnungen präsentieren und bei einigen (größeren) Summen, steht der Verwendungszweck bereits fest…eine gemeinnützige Organisation oder ein Verein

Mir geht es nicht um das Geld sondern muss Gerechtigkeit und darum einen Abschluss zu finden…denn

Es gibt nur ein göttliches Wesen, dem du dienen musst und dem du etwas schuldest und dass bist Du selbst !!


In diesem Sinne


Einen GUTEN RUTSCH ins nächste Jahrzehnt!


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