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YURI MANSUR ZUM ERSTEN MAL SIEGREICH IM TURKISH AIRLINES-PREIS VON EUROPA


Der Brasilianer Yuri Mansur siegte am Mittwochabend unter Flutlicht im Turkish Airlines-Preis von Europa auf einem Pferd, von dem er hofft, dass es ihn zu den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles bringen wird.

Das Stechen eröffnete allerdings ein Schweizer: Edouard Schmitz mit Gamin van’t Naastveldhof. Der 23-Jährige und sein elfjähriger belgischer Chacco Chacco-Sohn legten eine Runde hin, bei der klar war, dass sie schwer zu schlagen sein würde. Jede Wendung im Vorwärts, alle Hindernisse aus dem Fluss, 42,43 Sekunden – viel schneller kann’s eigentlich nicht werden, dachte man.

Aber dann kamen Yuri Mansur und die erst zehnjährige brasilianische Stute Miss Blue-Saint Blue Farm und unterboten die Zeit des Schweizers noch einmal um 0,16 Sekunden. Er sollte allerdings der Einzige bleiben. Weder Alain Jufer (SUI) auf Dante MM noch die drei deutschen Paare im Stechen, Philipp Weishaupt mit Coby, Richard Vogel auf United Touch S und Gerrit Nieberg mit Blues d’Aveline, schafften eine weitere Nullrunde, geschweige denn eine, die schneller gewesen wäre als die von Mansur. Als letzter Starter hatte Martin Fuchs auf dem Holsteiner Wallach Conner Jei noch die Chance auf den Sieg. Zuletzt hatten sie unter anderem den Rolex Grand Prix von Windsor gewonnen. Tatsächlich sprang der Connor-Sohn auch fehlerfrei und Fuchs tat, was er konnte um die Zeit zu knacken, aber es reichte nicht. Nach 42,78 Sekunden stoppte für ihn die Zeit. Rang drei hinter Mansur und Schmitz.


Das Foto zeigt Sieger Yuri Mansur gemeinsam mit Rafet Fatih Ozgur (Senior Vice President / Corporate Communications, Turkish Airlines) und ALRV-Präsidentin Stefanie Peters. (Foto: CHIO Aachen/Franziska Sack).

Yuri Mansur verriet später, dass er und Edouard Schmitz den ganzen Winter über zusammen in den Platzierungen gestanden hatten. „Aber da war er immer besser als ich.“ Heute war es umgekehrt. Und den größten Anteil hatte daran seine Stute. „Sie ist ein Phänomen! Eigentlich ist sie erst neunjährig, sie wird erst im September zehn. Als junges Pferd hat sie kaum etwas gemacht. Vor knapp einem Jahr bin ich mit ihr noch in 1,30 Meter-Springen geritten.“ Und nun springt sie von Erfolg zu Erfolg. Unter anderem gehörte das Paar zum zweitplatzierten Nationenpreisteam in St. Gallen (SUI). Ob es ihm etwas bedeute, dass er hier in Aachen mit einem in Brasilien gezogenen Pferd gewonnen hat. Ja, aber in gewisser Weise sei es auch lustig, denn zu Beginn seiner Karriere habe er viele Pferde aus Europa nach Brasilien gebracht, „und nun gegen Ende meiner Karriere kommen sie zurück“. Ende der Karriere des 44-Jährigen? „Ich habe einen Plan. Ich möchte noch die Olympischen Spiele in Los Angeles reiten und hoffe, dass sie mein Pferd dafür sein wird. Aber danach will ich mich auf die Karriere meiner Kinder konzentrieren.“

Edouard Schmitz trainiert seit sechs Jahren mit der Familie Fuchs, also Martin Fuchs und dessen Vater Thomas. „Es sind keine leeren Worte, wenn ich sage, dass ich den beiden alles zu verdanken habe“, so der Schweizer. Die Worte gingen Martin Fuchs runter wie Öl. Da konnte er es leicht verschmerzen, dass er heute „nur“ Dritter war. „Mal ist der eine besser, mal der andere. Wir pushen und gegenseitig und spornen uns an. Ich denke, das ist sehr gut so“, so Fuchs. Die nächste Chance auf eine Revanche kommt bestimmt!


 

Aachen Laurensberger Rennverein e.V.


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