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Triumph über Slowenien


Fünftes Spiel, fünfter Sieg für die deutsche Herren-Nationalmannschaft beim FIBA Basketball World Cup 2023. Das Team von Bundestrainer Gordon Herbert schlug heute auch Slowenien. In Okinawa/JPN gewann die DBB-Auswahl mit 100:71 (11:25, 27:9, 30:18, 32:19). Damit sicherte sich Deutschland den Gruppensieg in Zwischenrundengruppe K. Die ING-Korbjäger treffen am kommenden Mittwoch, 06. September 2023, im Viertelfinale in Manila auf Lettland. Die Letten gewannen vor der deutschen Partie gegen Brasilien, Kanada warf Spanien mit 88:85 aus dem Rennen.

Doncic überragend

Erneut ging das DBB-Team gehandicapt ins Spiel. Während Franz Wagner weiter ausfiel, war der zuletzt angeschlagenen Dennis Schröder allerdings mit dabei. Isaac Bonga rückte wie schon bei den vergangenen Spielen in die Startformation. Luka Doncic, Superstar der Slowenen, war in den ersten Minuten nicht zu kontrollieren. Zum 4:9 (3.) hatte er bereits sieben Punkte beigesteuert. Schröder und Daniel Theis legten mit zwei spektakulären „alley oops“ aber auch gut los (8:11, 5.). Beim 11:16 in einer sehr intensiven Partie nahm Deutschland die erste Auszeit (6.). Schröder ging früh auf die Bank. Einige Dinge liefen sowohl offensiv als auch defensiv noch nicht richtig zusammen. Doncic überragte weiter, Deutschland fand keinen Rhythmus und fiel zweistellig zurück (11:25, 10.). Es war das bisher schwächste Viertel der DBB-Auswahl bei diesem World Cup.

Aufgestanden!

Und es folgte eines der besten! Deutschland gewann zu Beginn des zweiten Viertels zweimal den Ball, Johannes Thiemann nutzte die Gelegenheiten per Lay-Up und Freiwürfen (15:25, 11.). Niels Giffey traf einen Dreier, Slowenien übte sich mehrmals im überdeutlichen „flopping“, was aber nicht geahndet wurde. Es war eine überaus hitzige Atmosphäre. Beim 20:30 nahm Slowenien eine Auszeit, Schröder kehrte zurück aufs Parkett (14.). Der Dreier von Andi Obst zum 23:32 machte Hoffnung, Schröder legte unnachahmlich nach (25:32, 16.). Auch Bonga machte von weit draußen alles richtig, Deutschland war heran (28:32, 17.), Auszeit Slowenien. Wieder netzte Obst aus seiner Lieblingsentfernung (31:32), ehe Doncic punktete. Es war jetzt ein Duell auf Augenhöhe. Bis zur Pausensirene gehörte das Spiel den ING-Korbjägern (38:34).


Schröder-Show

Schröder zeigte zu Beginn des dritten Viertels, was in ihm steckt. Er lenkte das deutsche Team, spielte geniale Pässe, verteidigte intensiv und brachte auch noch Punkte aufs Scoreboard (50:42, 24.), Auszeit Slowenien. Eine echte Show! Deutschland ging zweistellig in Führung, hatte sich auch in der Defense enorm gesteigert. Mit purem Willen setzte sich Bonga durch, scorte am Brett und versenkte auch den Bonusfreiwurf (55:42, 26.). Theis besorgte das 57:42, Bonga klaute Doncic den Ball und vollstreckte zum 59:42 (11:0-Lauf). Erst nach 13 unbeantworteten Punkten des DBB-Teams kam Slowenien wieder zu Zählbarem (61:45, 27.). Giffey traf zum 66:45, unglaublich, wie die deutsche Mannschaft den Gegner in diesen Minuten förmlich zerlegte. Aber Slowenien hatte immer noch Doncic, der zum 66:50 punktete (29.). Die DBB-Auswahl musste aufpassen und Herbert nahm sofort eine Auszeit, als auch noch das 66:52 fiel. Giffey punktete mit der Sirene zum 68:52.


Vorsprung gewahrt

Wie bereits gegen Georgien drückte zunächst Moritz dem vierten Viertel seinen Stempel auf. Sein freier Dreier stellte auf 71:56 (32.). Da war aber noch nicht Schluss mit der Wagner-Show. Seinen Steal belohnte er mit anschließenden Freiwürfen (78:61, 34.). Aber auch Lo fand im Schlussabschnitt seinen Rhythmus (81:63, 35.). Voigtmann mit dem Touchdown-Pass auf Schröder und Deutschland zog weiter davon. Während Slowenien immer ratloser und frustrierter wirkte, kombinierten sich die DBB-Herren aus ihrer resoluten Defense munter durch die gegnerischen Reihen und blieben dabei effizient. Zunächst Lo und danach Hollatz von jenseits der Drei-Punkte-Linie (95:66, 38.). In der Endphase punktete Krämer mit zwei Freiwürfen und Thiemann machte per Dreier die 100 voll. Somit blieb Deutschland nach wie vor ungeschlagen und schlug Slowenien mit 100:71.

„Momentum auf unsere Seite gebracht“

Dennis Schröder: „Unsere Mentalität ist es jedes Spiel einzeln zu betrachten und 40 Minuten alles zu geben. Da muss ich ein großes Lob an alle Mitspieler geben, die heute alles reingeworfen haben. Wir haben sehr gut trainiert und da ist es kein Wunder, dass wir so gespielt haben. Wir müssen aber besser in die nächsten Partien kommen, denn in der KO-Phase zählt alles.“

Gordon Herbert: „Wir haben ein wenig gehadert im ersten Viertel und sind als Team ein wenig auseinander gegangen. Haben dann aber einige Steals geholt und gut zusammen gespielt und dadurch das Momentum auf unsere Seite gebracht. Da muss man auch den Spielern von der Bank danken, die uns wieder sehr viel Energie gegeben haben.“


 

DBB

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