"En schäle Biesterei"

Johann Christoph Winters, der Gründer des ersten Kölner Hänneschentheaters schuf Mitte des 19 Jahrhunderts die beiden Figuren Tünnes und Schäl

Mit Schäl wollte er , so geht die Mär Franz Millewitsch parodieren, der der ein konkurrierendes Puppentheater auf der Schäl Sick betrieb

Schäl sagt man in der Kölschen Mundartart wenn etwas schlecht oder falsch ist


Und genau diese Type Schäl ist der Protagonist des neuesten Abendstückes des Kölner Hänneschen Theaters








"En schäle Biesterei"


© Gudrun Weiden


Das von Silke Essert geschrieben und inszenierte Abendstück feierte am Nachmittag des 4.9.2022 Premiere


Inhalt:



© Gudrun Weiden

In Knollendorf wird Schäl mit Hilfe ausländischer Geldgeber*innen zum neuen Bürgermeister gewählt. Doch „nix es ömesöns“ und so verlangen die Investor*innen von Schäl einen Deal. Er soll seinen Dorfbewohner*innen mitteilen, dass die Dorfkasse leer ist und nur durch die Privatisierung des Wasserwerks ein Totalbankrott zu verhindern sei.


© Gudrun Weiden

Glücklicherweise habe sich der Lebensmittelkonzern „Pestlé“ bereiterklärt, das Wasserwerk zu kaufen.

Pestlé? Dieser Weltkonzern? Was wollen die mit dem Knollendorfer Wasser? Gehört denen nicht ohnehin schon bald die halbe Welt? Die Knollendorfer*innen sind sich sicher, dass das keine gute Idee ist und fragen sich, wie man den Verkauf verhindern könnte. Sie ahnen nicht, dass es sich um eine schäle Biesterei handelt, und glauben ihm das Märchen der leeren Kasse. Geld müsse her, um das angebliche Loch zu stopfen.


© Gudrun Weiden

Speimanes, der eine neue Arbeit als Wachmann im Museum hat, erzählt von der berühmten Krone von Alfons dem viertelvor 12., die er zu bewachen hat. Man stelle sich vor, diese Krone ist noch mehr wert als das Wasserwerk.

Die Dorfbewohner*innen fassen einen Plan. Den Raub der wertvollen Krone!

In einer spektakulären Aktion tauschen sie unbemerkt die wertvolle Krone gegen eine Fälschung aus. Auf dem Schwarzmarkt zu Geld gemacht, wird dieses dem Bürgermeister Schäl in einer Tasche anonym vor die Tür gelegt.

Schäl freut sich diebisch und hat Besseres zu tun, als damit den Verkauf zu stoppen.


Was nun? Die Knollendorfer*innen fassen einen neuen Plan.

Sie erfahren von einem geplanten Treffen des Pestlé Managers und Schäl. Bei Wein, Weib und Gesang soll im Appartement der fussigen Franzi das Geschäft in trockene Tücher gebracht werden. So wie der österreichische Politiker Strache über die sogenannte Ibiza-Affäre stolperte, so soll nun Schäl zu Fall gebracht werden.

Sie verstecken sich im Appartement, um die Gespräche und hoffentlich auch Entgleisungen zu belauschen und aufzuzeichnen. Man hofft auf kompromittierende Fotos und genügend Material, um unter Androhung von Veröffentlichung die Machenschaften zu beenden.

Ob Plan B schließlich gelingt, was aus dem Geld wird und wer die Krone gekauft hat, erfährt nur, wer sich "En schäle Biesterei" anschaut.




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