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Ein Tag beim CHIO in Aachen


Vorab gesagt, der Chio ist und bleibt „das pferdesportliche“ Ereignis in Deutschland überhaupt. Ein solches Flair mit diesen groß angelegten Turnierplätzen gibt es wohl ganz selten auf der Welt und so war auch in diesem Jahr der CHIO wieder ein Weltfest des Pferdesports. Ergänzend sei gesagt, dass wir nur von einem Tag berichten können, wir haben uns den vorletzten Tag des Turniers ausgesucht, den Samstag.


Positiv wurden wir im überrascht von einem sehr gut funktionierenden Shuttle-Service am frühen Morgen. Wie wir dann aber später erfahren haben von einem Offiziellen des Turniers, wurde es dann auf den Aachener Straßen am späteren Vormittag etwas chaotisch. so konnte auch eine interne Führung, die für Vip-Personen und Vertreter der Presse gedacht war, aus Zeitgründen nicht durchgeführt werden, der Verkehr auf den Straßen verhinderte dies.



Nachhaltigkeit hat sich der ALRV (Veranstalter) auf die Fahne geschrieben und so wurde komplett auf Teilnehmerlisten und Ergebnislisten verzichtet, statt dessen wurde eine App installiert, die alle Informationen weitergeben sollte. Von der Idee sicherlich gut, aber noch nicht ausgereift. Selbst auf den Eintrittskarten, die meist ja online erworben wurden, gab es keinen Hinweis, gab es keinen Hinweis auf die App. Nur auf Schautafeln gab es Hinweise auf diese Form der Kommunikation. Auch hätte man sich Geländeskizzen der Geländestrecken für Reiter und Fahrer in dieser APP gewünscht. Wer von den Besuchern, die den Pferdesport genießen wollen, haben schon Zeit und Lust, neue Technik auf dem Handy zu installieren? In dem Bereich ist sicherlich noch Luft nach oben.


Sportlich gesehen gab es allerdings keine Luft nach oben, in diesem Bereich wurden alle Erwartungen erfüllt. Den Auftakt machten die Dressurreiter, im Grand Prix Spécial konnte sich mit einem hauchdünnen Vorsprung Jessica von Bredow-Werndl

(Deutschland) knapp von Charlotte Dujardin (GB) durchsetzen. Diese Prünfung war auch gleichzeitig eine Wertungsprüfung für den Nationenpreis. Die Mannschaftsprüfung wurde souverän von der deutschen Mannschaft vor Dänemark und Großbritannien gewonnen Für die deutsche Mannschaft ritten Isabell Wert, Frederic Wandres, Sönke Rotenberger und Jessica von Bredow-Werndl.



Weiter ging es im Gelände, Teilprüfung Cross Country. In dieser Geländeprüfung siegte der deutsche Christoph Wahler gemeinsam mit der Britin Yasmin Ingham, die beide nur 1,60 Zeitfehler aus dem Gelände mitbrachten. Durch diesen Ritt konnte Yasmin Ingham auch mit einem nur Zehntel Fehlerpunkt die Gesamtwertung gewinnen, enger geht ein Ergebnis wirklich nicht. Trotzdem sollte auch Michael Jung eine goldene Schleife mit Haus nehmen, gemeinsam mit Marlin Hansen-Hotopp, Christoph Wahler und Sandra Aufffarth gewann das Team diese Schleife im Nationenpreis, recht überlegen vor den USA und Großbritannien.


Jetzt ging es für Vierspänner auf die große Reise ins Gelände. Die Ansprüche für die Fahrer waren sehr hoch im Gelände. Der Parcours war überaus anspruchsvoll und stellte einige Fahrer vor Probleme, denen sie nicht alle gewachsen waren. Vielleicht etwas überraschend konnte sich der deutsche Michael Brauchle vor dem vielfach als Favorit Boyd Exell gehandelten aus Australien durchsetzen.


Neben vielen weiteren Prüfungen, die an diesem Tag präsentiert wurde, muss man den Yongsters Cup der 7- und 8-jährigen Springpferde mit einmaligen Stechen hervorheben. Die 7-Pferde (mit etwas niedrigeren Anforderungen) hatte alle Probleme und bei dieser Altersgruppe sah man keinen strafpunktfreien Ritt, das sollte sich bei den 8-jährigen Pferden schlagartig ändern, hier sah man 11 Ritte ohne Fehler, die dann ein spannendes Stechen präsentierten. In diesem Stechen siegte der Belgier Nicola Phillippartes, vor den beiden deutschen Teilnehmer Jens Baackmann und Rene Dittmer.


Vieles könnte man noch berichten, es gab wieder einmal wunderschöne Eindrücke bei diesem Turnier, eine absolute Werbung für den Pferdesport, würde aber hier den Rahmen sprengen.


 

Jürgen Fischer

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