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Zwischen Winnetou und Zigeuner


und zwischen Gendern und anderen unnützen Diskussionen, da ist irgendwo der Platz um ungestört und in Frieden unseren Traditionen zu huldigen und Karneval zu feiern

Das wurde gestern Abend beim Vorstellabend des Klubs Kölner Karnevalisten immer wieder thematisiert, mal sachlich mal ironisch

Schon Präsident Robert Greven sprach es in seiner Begrüßungsrede an, dass man sich freuen soll , wenn einer im Karneval im Kostüm feiert und dann dürfe es eben auch mal ein Indianer Kostüm sein Und dass man Vereine wie die * Ihrefelder Zigeuner vun 1965 e.V.* nicht dafür bestrafen oder ausladen darf, weil sich einer an ihrem Namen stört

Voran gegangen war ein Eklat durch eine Band, die bei einer anderen Veranstaltung nicht auftreten wollten, wenn auch die Ihrefelder Zigeuner dort auftreten würden

Und so wie Robert Greven machten im Anschluss auch einige Künstler deutlich, dass solche Aktionen nicht in den kölschen Fastelovend gehören


© Joachim Badura


Eröffnet wurde mit einem sensationellen Bild, die Lyskircher Hellige Knäächte und Mägde tanzten den Opener und dann schmückten Tanzgruppen in ihren prächtigen Uniformen die Bühne und Sänger wie Stefan Dahm, Steve Alan und Norbert Conrads erfüllten mit dem Klang ihrer Stimmen die Runde

Stefan Dahm feiert in dieser Session sein 10 jähriges Bühnenjubiläum. Im zarten Alter von 9 Jahren eroberte er an einem Präsentationsabend erstmals die Bühne und knapp drei Monate später brachte der Knirps bei einer Mädchensitzung den Saal zum Kochen

Mittlerweile ist ein junger Mann aus ihm geworden, der Riesenschritte der Entwicklung hinter sich hat, eine tolle Stimme hat und sicher nach vorne noch viel erobern wird

Eisbrecher für die Redner durfte Annegret vom Wochenmarkt spielen, die aus dem Leben einer Marktfrau berichtete, die seit über 20 Jahren an dem Ehevirus Häbaat leidet, berichtete


© Joachim Badura



Steven Alan wurde 2007 zum “ Best European Newcomer Drummer Champion “ gekürt.

Seit 2018 ist er mit seiner fahrbaren Bühnenshow unterwegs und erobert damit auch die Kölner Karnevalbühnen




© Joachim Badura

Das wohl zarteste Tanzmariechen Kölner zog mit ihren Dellbröcker Boore Schnäuzer Ballett ein und machte deutlich was so richtige Frauenpower im Fastleeer ist

Torben Klein, der gerade erst sein CD * Heimweh nach Köln auf den Markt gebracht hat und seine Ostermann Revue vorbereitet, ist ein Garant für gute Laune

Auch die Band die Boore präsentierten sich als Party Knaller

Zwiegespräch der Een on der Anne (Udo Kohn und Thomas Berschbach). Die Beiden beleuchten lustige Situationen des Alltags und allein Gestik und Mimik von Thomas Berschbach sind eine Nummer an sich




Einer der vielen Höhepunkte des Abend: Markus Rey Wie bereits schon einmal geschrieben, nicht mehr mit dem Bruder auf der Bühne, sondern allein aber mindestens Doppelt so stark wie früher

Wer sich dem Klang seiner Trompete entziehen kann, muss absolut unempatisch sein

Die Wanderer haben sich gewandelt und treten jetzt im Stil der Back Street Boys als Jeck Street Boys auf



Sie bringen Moderne, Klassik und Kölsch in ein Gesamtpaket, das absolut perfekt ist

Fauth Dance Group zählt inzwischen zu den besten Ballett - Ensembles Deutschlands brachte noch mal Schwung in den Saal

Der erste Teil des Vorstellabends endete mit KEV der seine Songs selbst als Kölsch Pop bezeichnet. Im November wird sein Sessionstitel "Wenn ich dräum" erscheinen


Starke Tänzer, hübsche Mädchen und fantastische Akrobatik - die Luftflotte wirbelt über die Bühne


Harry und Achim, ein Zwiegespräch unterhält u.a. mit dem Problemen die beim Blinddating entstehen können


Norbert Conrad, der mit seiner grandiosen Stimme jeden Karnevalssaal zur Philharmonie werden lässt

Er hat Gesang an der Musikhochschule Köln studiert, und schon an den verschiedensten Opernhäuser und Theatern gesungen Seine heimliche Liebe aber ist wohl das Interpretieren und präsentieren von kölschen Lieder. Seine Interpretation von Fritz Webers

* Ich ben ne kölsche Jung* sorgt für Gänsehautmomente

Das absolute Highlight des Abends war wieder einmal JP Weber

Im Vorfeld hatte er uns verraten * Meine Rede heute ist frivol*

Doch zuerst gab es ein leidenschaftliches Statement für den Kölschen Karneval. in dem Ausgrenzung nicht vorkommen darf und sollte . Karnevalisten sind schon seit Urzeiten gegen Diktatur und Unfreiheit zu Kreuze gezogen, wie im 2. Weltkrieg Karl Küpper.



© Joachim Badura



© Joachim Badura

Und auch heute sei es Aufgabe des Karnevals offenen Auges die Entwicklung zu kommentieren und nicht zu zulassen, dass etablierte, unpolitische Vereine diskriminiert werden

JP entwickelt sich mittlerweile zu einem journalistischen Problem, es gehen einem die positiven Adjektive aus

Immer wenn man denkt, dass kann er nicht mehr toppen, legt er eine Schüppe drauf

Er wurde schon mit Standing Ovation in den Saal geleitet, und nach seinem Auftritt ertönten lautstark Zugabe Rufe und es hielt keinen mehr auf seinem Platz. Er wurde mit frenetischem Applaus verabschiedet

Swinging Funfares und Dräcksäck brachten dann den Saal wieder zum Kochen

Abschluss Tanzgruppe waren die Zunftmüüs

Moderation des Abend lag gekonnt bei Robert Greven und Bärchen Sester


© Joachim Badura

Mit dem Veedelschor und der Abmoderation endete der Abend


Fazit: Es war ein buntes Programm und durchweg guten Künstlern

Leider war die Akustik an diesem Abend mangelhaft, an den letzten Plätzen im Saal kam bei musikalischen Nummern die Stimme des Sängers kaum an, dafür brauchte man für die Musik Ohrenstopfen

Auch das Catering, dass nicht in der Verantwortung des Veranstalters lag, lies zu wünschen übrig

Geschuldet der schlechten Personalsituation im Gastgewerbe, funktioniert der Service relativ gut


Dem Klub Kölner Karnevalisten ist ein bunter Vorstellabend gelungen , der jetzt schon Vorfreude an den nächsten in 2023 macht




 

anna m. drack joachim badura





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