Zoo zeigt südamerikanisches Sonnenrallen-Küken „Esmeralda“


Jetzt, wo es hierzulande grau und kalt ist, bringen sie Farbe nach Köln: die exotischen Tiere in den angenehm warmen Tierhäusern im Zoo. Das jüngst eröffnete „Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Haus“ zeigt sich besonders farbenfroh. Hier leben z.B. Silberäffchen und Goldgelbe Löwenäffchen oder Weißgesichts-Sakis. Auch die dortige Vogelwelt ist bunt – mit Riesentukan, Rotkardinal oder Grüntangaren. Die Vogel-Armada im „Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Haus“ erhält schon bald Verstärkung. Demnächst zieht hier die kleine Sonnenralle „Esmeralda“ ein. Der Zoo zeigte heute die aktuelle Kinderstube des Kükens in einem hinteren Zoobereich, wo es als Handaufzucht noch kurze Zeit verbleibt.


Die Vogelexperten des Zoos um Kurator Bernd Marcordes haben das Ei rechtzeitig aus dem elterlichen Gelege genommen, damit es die in Nachbarschaft lebenden Affen nicht erbeuten. Zum innovativen Konzept des jüngst eröffneten „Arnulf-undElizabeth-Reichert-Haus“ zählt es, das die Bewohner sich frei über den Köpfen der Besucher bewegen können – ganz so, wie sie es auch in ihrem natürlichen Habitat tun. „Affen erbeuten hier und da Vogeleier. Das ist ihr natürliches Verhalten und in der Wildnis völlig normal“, so Marcordes. „Hier im Zoo greifen wir an der Stelle ein, um das neu entstehende Zusammenleben von Vögeln, Säugetieren und Fischen in diesem Ökosystem möglichst stressfrei zu gestalten.“ Nach erfolgreicher Handaufzucht geben die Tierpfleger „Esmeralda“ zurück in die Fittiche von Vater und Mutter, die dann die weitere Aufzucht übernehmen. Die Elterntiere sind durchgehend im „Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Haus“ zu sehen.


Sonnenrallen sind über nahezu den gesamten mittel- und südamerikanischen Kontinent verbreitet. Sie bilden eine eigene Familie. Die Sonnenralle zeichnet sich durch ihre Größe und carnivore Lebensweise aus. Sonnenrallen sind Einzelgänger, die sich zur Brutzeit in festen Paaren finden. Es wird auch jedes Jahr dasselbe Brutrevier aufgesucht. Das Nest und auch das Küken werden von beiden Eltern 2/2 bewacht. Dabei werden die Augenflecke auf den Flügeln zur Abschreckung eingesetzt. Zur Nahrungssuche watet die Sonnenralle durch flaches Wasser und stößt pfeilschnell mit dem langen,

schlanken Schnabel zu.


 

Text © Zoo Köln

Fotos © Gudrun Maria Weiden


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