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Zoo stellt Pläne für Giraffenanlage vor


Der Kölner Zoo hat heute die Pläne zur Modernisierung und Erweiterung seiner Giraffenanlage vorgestellt. Er investiert dafür knapp 7 Mio. Euro. Mit diesem neuen Bereich vollendet der Zoo gemäß seines Masterplans die Magomba-Savanne, die aus der optimierten Giraffenanlage und der im Juni 2023 bereits eröffneten neuen Nashornhaltung besteht. Der exakte Startschuss der Arbeiten für die Giraffenanlage ist noch nicht terminiert.


Durch einen Anbau und neue Raumaufteilungen wächst der Innenbereich der Kölner Giraffenhaltung auf fast 400 m2. Dadurch bieten sich viele neue Möglichkeiten für ein noch verhaltensgerechteres Management der größten Landsäuger der Erde. So z.B. durch mehr Bewegungsfreiheit, variable Innenfutterkörbe in „Giraffenhöhe“ sowie den Einbau einer Trainingswand zur Tierbeschäftigung und einer Waage für regelmäßige Gewichts-Check-ups.



©Werner Scheurer

Gute Aussichten – für Tiere, Gäste und Beschäftigte. Zoo zeigt erstmals Nacktmulle

Was für die Tiere gilt, gilt auch für die Zoobesucher: mit dem hellen, mit großen Fenstern gegliederten Anbau an das bisherige Giraffenhaus haben auch Gäste mehr Platz und bessere Einblicke auf die Tiere. Das neue Edukationskonzept für Jung und Alt sorgt für spannende Aha-Momente rund um die afrikanischen Riesen. Zudem wird die gesamte Technik des in den 60er Jahren erbauten Kölner Giraffenhauses auf neuesten Stand gebracht, was die tägliche Arbeit der Tierpflegerinnen und Tierpfleger erleichtert. Die Modernisierung bringt auch in Sachen Nachhaltigkeit Vorteile: Das Haus wird u.a. gedämmt und erhält ein Gründach. Darunter werden sich nicht nur Giraffenköpfe tummeln. Denn nach Fertigstellung des Hauses ziehen erstmals Nacktmulle auf eine separate Anlage im Innenbereich. Ihre künftigen Nachbarn, die in Zoos nur sehr selten gehaltenen madagassischen Ringelschwanzmungos, erhalten ebenfalls neue Innen- und Außengehege.

Neues wird auch der Giraffen-Außenbereich bieten. Er ist mit rund 3.000 m2 deutlich größer als der bisherige Bereich. Bepflanzung und Wegeeinfassung werden komplett neu gestaltet. Zoogäste können sich auf spannende Beobachtungs- und zusätzliche Ausruhmöglichkeiten freuen. Gute Aussichten also allenthalben.



© Werner Scheurer

Starke Partner der Zootiere

Der Förderverein des Kölner Zoos unterstützt den Umbau mit 125.000 Euro. Uwe Schöneberg, Freundeskreis-Vorsitzender, und Dr. Klaus Tiedeken, Schatzmeister, übergaben die Summe heute an den Zoo. „Das Konzept für die neue Giraffenanlage zeigt einmal mehr: Der Kölner Zoo denkt groß und hat viel vor. Der Förderverein ist bei der Realisierung dieser Vorhaben ein ebenso verlässlicher wie langjähriger Partner“, so Uwe Schöneberg. Er und Mitvorstand Dr. Klaus Tiedeken scheiden nach vielen Jahren ehrenamtlicher Arbeit aus der Leitung des Zoofördervereins aus. Theo Pagel und Christopher Landsberg, Vorstände des Zoos, dankten im Namen aller großen und kleinen Zootiere ausdrücklich für die geleistete Arbeit.

Seit 1982 engagieren sich Bürgerinnen und Bürger aus Köln und dem Umland im Zoo-Förderverein. Zusammen haben die Mitglieder bereits zahlreiche Großprojekte mitangestoßen und wichtige Beiträge für deren Realisierung geleistet. Das 1985 eröffnete „Urwaldhaus“ für Menschenaffen war das erste Großprojekt, für das sich die Freunde des Kölner Zoos engagierten. Seitdem folgten viele weitere, vom Elefantenpark über den „Hippodom“ bis zum „Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Haus“.


Zwei Seiten einer Medaille: Erhaltungszucht in Köln wird ergänzt durch Kooperation mit kenianischer Naturschutzinitiative

Giraffen zählen zu den Publikumslieblingen im Kölner Zoo. Derzeit leben hier mit „Maru“ und „Koobi“ zwei Tiere aus der Unterart der Netzgiraffen. Zwei weitere Giraffen wurden in Absprache mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprojekt vor einiger Zeit bereits in den Zoo Stuttgart abgegeben. Zum Start der Umbauarbeiten werden die verbliebenen beiden Tiere ebenfalls in einen anderen Zoo vermittelt. Nach Fertigstellung wird die Giraffenanlage als Teil der neuen „Magomba-Savanne“ einmal Platz für eine neue Giraffen-Herde bieten. Der Kölner Zoo kann dann auch wieder die Erhaltungszucht bei dieser bedrohten Art beginnen.


Laut Weltnaturschutzunion (IUCN) ist die Population der Giraffen in den afrikanischen Savannen in den vergangenen 30 Jahren um knapp 40 Prozent gesunken. Nach Schätzungen leben heute weniger als 80.000 Giraffen in ganz Afrika. Gründe für die Bestandsabnahme sind vor allem Lebensraumverlust, Wilderei und Konflikte zwischen Mensch und Tier. An das Giraffen-Neubauprojekt im Kölner Zoo soll ein Schutzvorhaben in Kenia angeschlossen werden. Hierfür arbeitet der Kölner Zoo mit dem Verein „Chance e.V.“ zusammen. Dieser kooperiert mit der kenianischen „Mara Siana Conservancy“, die ein dorfeigenes Naturschutzgebiet betreibt, vielleicht im schönsten Teil des beeindruckenden Mara-Ökosystems in Kenia. „Chance e.V.“ und der Kölner Zoo wollen künftig gemeinsam diese Initiative für nachhaltige Entwicklung, eine lebenswerte Zukunft und Gerechtigkeit unterstützen. In dem Projektgebiet gibt es auch Netzgiraffen, die davon profitieren werden.


 

Zoo Köln

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