World Cup Qualifier: Deutschland großartig gegen Slowenien


Beeindruckender Erfolg gegen einen EM-Favoriten! Viel Rückenwind! Vier Tage vor dem Beginn der FIBA EuroBasket 2022 (1.-18. September 2022, Tickets) und der deutschen Auftaktpartie gegen Frankreich in Köln (01. September 2022, 20.20 Uhr) gewann das Team von Bundestrainer Gordon Herbert heute in München im Rahmen der World Cup Qualification nach einer großartigen Vorstellung gegen Slowenien mit 90:71 (17:20, 16:11, 28:15, 29:25). Die Ausgangsposition für eine erfolgreiche Qualifikation zum FIBA World Cup 2023 (Indonesien, Japan, Philippinen) wird immer besser. Mit den World Cup Qualifiers geht es für Deutschland mit dem Heimspiel gegen Finnland am 10. November 2022 weiter.

Erstmals mit Nick Weiler-Babb in der Starting Five begann Deutschland, dazu Dennis Schröder, Franz Wagner, Jonas Wohlfarth-Bottermann und Johannes Voigtmann. Sloweniens NBA-Star Luka Doncic eröffnete den Punktereigen mit einem „step back“-Dreier, bei der DBB-Auswahl fielen die ersten, gut herausgespielten Würfe nicht. So hieß es 3:11 nach vier Minuten. Endlich traf Wagner von „downtwon“, der Dome war sofort da. Auch Voigtmann netzte einen Dreier (9:13, 6.). Doncic bestimmte aber die slowenische Offense mit enormer Präsenz. Großer Jubel, als Lokalmatador Andreas Obst einen Fastbreak per Dreier zum 12:14 abschloss. Und er ließ es weiter zur ersten deutschen Führung fliegen (15:14, 7.), bis Doncic wieder antwortete. Mit 17:20 ging es in die erste Viertelpause.

Momentum bei Deutschland


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Deutschland gestaltete die Partie auch in den folgenden Minuten völlig offen (21:22, 12.), auf beiden Seiten kam es jetzt aber zu einigen Fehlern. So war es doch recht zerfahren, was dem Publikum geboten wurde. Dennoch herrschte eine gute Stimmung, besonders als Obst seinen dritten Dreier versenkte (24:22, 14.). Christian Sengfelder legte aus der Distanz nach (29:24, 16.), die mit 6.136 Zuschauern ausverkaufte Arena honorierte den deutschen Lauf mit lautstarker Anfeuerung. Der starke Wagner brachte das DBB-Team sogar mit 33:24 in Front (18.), das Momentum war jetzt klar auf der Seite der Gastgeber. Aber Slowenien wäre nicht Slowenien, wenn es nicht binnen kürzester Zeit zurückschlagen könnte. Beim 33:28 nahm Herbert eine Auszeit (19.). Slowenien war kurz später auf 33:31 heran, so war auch der Halbzeitstand.

Dampf drin

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Es ging munter los nach dem Seitenwechsel. Weiler-Babb, Wagner und Schröder warfen die DBB-Auswahl mit 40:33 in Front (22.), es war richtig Dampf drin in der Partie. Doncic versuchte zu kontern, scheiterte aber gleich mehrfach, während Wagner wieder traf: 44:36 (24.), Auszeit Slowenien. Wohlfarth-Bottermann brachte den Dome mit seinem „hook shot“ zum beben (46:36, 25.), Doncic verwarf zwei Freiwürfe. Schröder traf zum 48:36, Obst versenkte einen Dreier: 51:40, (26.). Es war großartig, was die deutsche Mannschaft in diesen Minuten aufs Parkett brachte. Zweimal Johannes Thiemann: 55:40, Slowenien war spürbar angeschlagen (28.). Nach langen Minuten netzte Doncic mal wieder einen Dreier, aber „JT“ war jetzt hellwach: 59:44 (29.). Es wurde immer lauter im Dome, als Giffey das 61:44 per Dunking im slowenischen Korb unterbrachte.


Schröder sorgt für die Entscheidung Was machte jetzt der Favorit aus Slowenien? Konnte er noch einmal kontern? Zunächst einmal besorgte Lo die 63:48-Führung (32.), Slowenien leistete sich ein technisches Foul, Obst versenkte sicher. Die deutsche Defense war in dieser Phase schier unüberwindbar für die Slowenen, 64:48, Auszeit Slowenien. Voigtmanns Dreier macht einen Erfolg immer wahrscheinlicher (67:50, 33.), aber Slowenien mobilisierte noch einmal alle Kräfte. Jetzt galt es für Deutschland dagegenzuhalten und den Sieg einzufahren. Das DBB-Team wirkte sehr stabil, auch wenn Slowenien jetzt aus der Distanz traf. Schröder zum 71:57 (35.), das Publikum stand voll hinter der deutschen Mannschaft. Schröder hatte jetzt glänzende Szenen und trug das Team: „and one“ zum 74:59 (35.). Als Wagner einen Dreier netzte, hieß es 77:61 mit noch vier Minuten auf der Uhr. Slowenien wehrte aus der Distanz, aber Schröder war jetzt nicht zu bremsen (80:64, 37.). Das war die Vorentscheidung, das 83:64 kurz später, ebenfalls ein Dreier von Schröder, die Entscheidung.

Für Deutschland spielten: Niels Giffey (letzter Verein: Zalgiris Kaunas/LTU, 7), Justus Hollatz (CB Breogán/ESP, 0), Maodo Lô (ALBA BERLIN, 4), Andreas Obst (FC Bayern München, 13), Gavin Schilling (CSP Limoges/FRA, 0), Dennis Schröder (Free Agent, 17), Christian Sengfelder (Brose Bamberg, 6), Johannes Thiemann (ALBA BERLIN, 8), Johannes Voigtmann (ZSKA Moskau/RUS, 11), Franz Wagner (Orlando Magic/USA, 16), Nick Weiler-Babb (FC Bayern München, 4), Jonas Wohlfarth-Bottermann (Hamburg Towers, 4).

 

DBB

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