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Steinbruch Sooneck feiert 60-jähriges Jubiläum


Die Hartsteinwerke Sooneck, die den gleichnamigen Steinbruch in Trechtingshausen bei Bingen in der Nähe des rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz betreiben, feiern 60-jähriges Jubiläum. Im Jahr 1963 hatte der deutsch-niederländische Familienkonzern de Beijer Groep die Pachtrechte für den Stein­bruch von der Gemeinde erworben. Der terrassenförmige Steinbruch zwischen dem Ort und der Burg Sooneck ist seit Jahrhunderten ein weithin sichtbares Wahrzeichen Trechtingshausens. Seit 2002 ist er Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal.

Anlässlich des Jubiläums öffnen die Hartsteinwerke Sooneck am 7. Oktober ab 12.30 Uhr ihre Pforten für Inter­essenten, die sich vor Ort informieren wollen, wie ein Steinbruch funktioniert. Der Trechtingshausener Abbaubetrieb gilt dank seiner technischen Ausstattung und seiner umwelt­schonenden Arbeitsweise als einer der modernsten Steinbrüche Europas. Interessenten können einfach vor Ort erscheinen (Wilhelmus de Beijer-Straße 1, 55413 Trechtingshausen); eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Wichtige Rolle bei der Baustoffversorgung

Im Steinbruch Sooneck wird seit Jahrzehnten Quarzitische Grauwacke abgebaut. Diese dienen als Material für zahlreiche bauliche Maßnahmen. Dazu gehören der Beton-, Wasser-, Straßen- und Galabau sowie die keramische Industrie.

Damit spielen die Hartsteinwerke eine wichtige Rolle bei der Baustoffversorgung in Deutschland und darüber hinaus. Die Lage des Steinbruchs nahe dem Rhein und der Bundesstraße 9 bringt eine gute Anbindung an internationale Transportwege mit sich. Mit den Produkten des Steinbruchs wird neben zahlreichen regionalen Bauvorhaben der Hochwasserschutz entlang des Rheins und seiner Nebenflüsse sowie unter anderem auch der Küstenschutz in den Niederlanden erhalten und erweitert.


Umweltschonende Erweiterung und Innovationen mit Transparenz

Mit einer substanziellen Jahrespacht, die der Gemeindekasse unmittelbar und in voller Höhe zugutekommt, leisten die Hartsteinwerke Sooneck das größte direkte finanzielle Einzelengagement zu Gunsten Trechtingshausens. Für die Zukunft der Kommune ist es daher unabdingbar, den Steinbruch in den nächsten Jahren weiter auszubauen. Die Gemeinde und die Hartsteinwerke Sooneck setzen bei der notwendigen Erweiterung auf eine maximale Transparenz unter Wahrung der Tradition. Im Frühjahr 2021 wurde die Zulassung zur Erweiterung erteilt.

Die Hartsteinwerke Sooneck haben den Abbaubetrieb mit zahlreichen Innovationen leistungsfähiger, leiser und sauberer gemacht. Dazu gehörten in den letzten Jahren die Anschaffung eines neuen großen Baggers, neuer Radlader und Muldenkipper sowie elektrisch angetriebener mobiler Siebanlagen. Das Unternehmen gehört damit zu den Innovationsführern unter den Steinbruchbetrieben in Europa

Mitarbeit bei der Bundesgartenschau 2029

Neben der für Menschen und Natur verträglichen Erweiterung des Steinbruchs sind die Hartsteinwerke Sooneck mit weiteren zukunfts­trächtigen Projekten befasst. Dazu gehört insbesondere die Bundesgartenschau 2029. Die BuGa 2029 soll in der Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal stattfinden, und zwar stark dezentralisiert entlang einer Strecke von 67 Kilometern am Rhein zwischen Koblenz im Norden und Bingen sowie Rüdesheim im Süden. Diese Planung eröffnet erhebliche Chancen für Trechtingshausen. Die Hartsteinwerke Sooneck bieten an, den Steinbruch mit Projekten am Rhein, auf der Burg Sooneck und im Tagebau planerisch in die Bundesgartenschau einzubeziehen.


Produktion, Handel und Logistik mit Rohstoffen

Der Steinbruch-Betreiber de Beijer Groep zählt sich zu den führenden Unternehmen in der Produktion, im Handel und in der Logistik mit Rohstoffen. Das Angebot umfasst eine breite Palette von Rohstoffen für den Straßen- und Wasserbau, die Beton­industrie, den Freizeitmarkt, die Park- und Landschaftsarchitektur sowie die Grobkeramikbranche. Die Firmengruppe war 1956 von Wil de Beijer Senior in seinem Einfamilien­haus im niederländischen Arnheim gegründet worden. Der Geschäfts­idee bestand in der Lieferung von Sand, Kies und Steinen für die Betonindustrie sowie den Straßen- und Wasserbau. In den folgenden Jahren zog das Unternehmen in ein Firmengebäude am Rheinkai in Arnheim um, erwarb sukzessive Sand- und Kiessteinbrüche und baute zugleich seine Transport­kapazitäten zu Wasser und auf der Straße aus. Als sich der Senior 2003 zurückzog, wurde die Geschäftsführung auf seine beiden Söhne Han und Willem de Beijer übertragen, die zusammen mit Schwester Bianca de Beijer die Inhaber des Unternehmens sind. Heute verfügt die de Beijer Groep über einen niederländischen Hauptsitz in Dodewaard und einen deutschen Firmensitz in Duisburg sowie den Steinbruch in Trechtingshausen am Rhein.

Unternehmens­leiter Han de Beijer erklärt: „Wir haben eine aufstrebende Entwicklung hinter uns und sind zugleich bestens aufgestellt für eine ebenso erfolgreiche Zukunft, wobei der Steinbruch in Trechtingshausen eine wichtige Rolle spielt“. Als Schlüsselfaktoren für den Erfolg nennt er „eine stetige Modernisierung aller zur Gruppe gehörenden Firmen, eine konsequente Ausrichtung auf nachhaltiges Wirtschaften und eine integrierte Logistik, um mit einer qualitativ hochwertigen Produktpalette zu marktgerechten Preisen mit viel Unterstützung nah beim Kunden zu agieren.“



Kombination aus eigenem Abbau und eigener Logistik

Die Gruppe verfügt über moderne Lade-, Entlade- und Umschlaganlagen auf den großen Wasser­straßen. Diese Kombination aus eigenem Abbau und eigener Logistik stellt bis heute einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil des mittelständischen Konzerns dar. Die de Beijer Groep war am Bau zahlreicher Großprojekte beteiligt. Dazu gehören beispielsweise die Delta Works, die Arbeiten am Nieuwe Waterweg und die Vertiefung des Rheins zwischen Koblenz und Bingen sowie viele weitere hochkarätige Tiefbau- und Infrastruktur­projekte wie den Ausbau der Maasvlakte und des Maeslantkering.

Seit ihrer Gründung legt die de Beijer Groep höchsten Wert auf langfristige Beziehungen zu Kunden, Lieferanten und Partnern. Die Kunden erhalten eine umfassende Betreuung von der Beratung bei der Auswahl und Anwendung der Rohstoffe bis hin zur pünktlichen Lieferung am Bestimmungsort. Nach­haltig ist auch beim Abbau und Transport angesagt: Die Gruppe trägt mit Stolz das Nachhaltigkeits­siegel „NL Greenlabel“.


 

euromarcom

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