Schnüsse Tring trotzte Corona



Es ist eine verrückte Zeit, erst wurde alles durch Corona ausgebremst, dann zog Putin in die Ukraine ein

Da fragt sich so Mancher , ob man überhaupt Karneval feiern soll und darf

Auch die Kölner Karnevalsgesellschaft Schnüsse Tring von 1901 e.V hat es sich nicht einfach gemacht und lange diskutiert

Achim Kaschny, der Präsident zur Situation: "Wir wir zu dem Ergebnis gekommen, den Ordensabend der KG Schnüsse Tring durchzuführen und nicht abzusagen. Wir feiern keine ausgelassene hemmungslose Party, sondern wir feiern Karneval in seiner ursprünglichen Form. Und das nach vielen Monaten der Einschränkungen und Verboten. Auch wenn Frau Reker gestern Abend die Karnevalisten aufgefordert haben, alle Veranstaltungen abzusagen, es handeln nahezu alle Gesellschaften so wie wir. Es hilft keinem, sich zurückzuziehen. Dem russischen Despoten ist es scheißegal, ob in Köln Karneval gefeiert wird oder nicht." ( ganze Erklärung im Anschluss)

Eigentlich hätte die Gesellschaft den Höhepunkt der Session ihre große Prunksitzung gefeiert, so war es "nur" ein Ordensabend. .

Keine ausgelassene Party, sondern Karneval in seiner ursprünglichen Form.

Gemeinsam mit unserem Vizepräsidenten Guido Klein eröffnete Präsident Achim Kaschny pünktlich um 19:11 den Ordensabend.


Archivfoto

Schon die Vorbereitung dieses Abends hatte größte Flexibilität erfordert, weil durch den Virus immer wieder Absagen zu verbuchen waren

Deswegen war die Sitzung auch bunte, sehr unterschiedliche Veranstaltung

. Im wunderschönen Festsaal der Flora fanden 250 Gäste Platz.

Der erste Ausfall des Abend war das Ehrenmitglied wegen einer Erkältung kurzfristig nicht teilnehmen konnte . Er sollte das Kölner Kinderdreigestirn und unsere Jugendtanzgruppe beim Einmarsch musikalisch unterstützen.


Unsere Jugendtanzgruppe zeigte aber, dass sie gut vorbereitet ist und präsentierte Ihre Tänze tadellos.

. René Töpfer begleitet die Tanzgruppen schon viele Jahre und ist als Fotograf und social-media Beauftragter der KG.eine feste Größe

Zum Dank für seinen Einsatz gab es die Ehrenmütze der Gesellschaft, die erst zum vierten Mal verliehen wurde. Damit hatte er nicht gerechnet, die Freude sah man ihm an.




Archivfoto

Im Anschluss sorgten der Tuppes vom Land und die Rabaue für das typische Karnevalsfeeling.

Die ideale Vorbereitung für den eigentlichen Höhepunkt. Denn eine Abordnung des Festkomitees war erschienen. Angeführt vom Vizepräsidenten Dr. Joachim Wüst wurde der Gesellschaft feierlich der Ehrentitel Traditionsgesellschaft verliehen.

Ne Hausmann Jürgen Beckers begeisterte im Anschluss mit seinem Vortag das gut aufgelegte Publikum. Dann zeigte die große Tanzgruppe, dass sie zu einer der bestem im Kölner Karneval gehört. Leider hatte der Virus aber in den Reihen der Kammerkätzchen auch zugeschlagen.

Aber kein Hindernis, das man mit Hilfe der Technik nicht lösen konnte Der Oberkammerdiener und andere erkrankte Tänzer*innen wurden live dazugeschaltet. Die technische Leitung hatte Alexander Kaschny der, da ebenfalls erkrankt, aus dem heimischen Wohnzimmer Regie führte.

Aus ihren Privatgemächern meldete sich auch unsere Schnüsse Tring Gabi Schulz, leider in Quarantäne, zu Wort.

Den Abschluss leitete dann das Kölner Dreigestirn ein, das endlich wieder vollständig auf der Bühne stand.

Die Bläck Fööss, die kurzfristig für die erkrankten Brings eingesprungen waren, beendeten dann einen wunderschönen Ordensabend.

Das Publikum bedankte sich für den Abend mit langanhaltendem Applaus und feierte im Anschluss im Foyer weiter.

Eine wirklich gelungene Veranstaltung. Präsident Achim Kaschny konnte zufrieden sein und auch Vizepräsident Guido Klein machte einen souveränen Job auf der Bühne.

Für ihn schließlich auch eine Premiere. Dank Technik und Kreativität hatte weder Delta, Omikron noch Putin an diesem Abend eine wirkliche Chance.




 

Stellungnahme von Achim Kaschny


Liebe Freunde, liebe Gäste, i

ch brauche Euch nicht zu erzählen, wie sich momentan die politische Lage draußen zeigt. Natürlich sind unsere Gedanken bei den Hunderttausend Flüchtlingen, die ihr Hab und Gut aufgeben, um ihr Leben zu retten oder Menschen, die sogar ihr Leben lassen werden. Aber ich sage euch, jemand der ohne Not und ohne Anlass das Territorium eines souveränen Staates annektiert ist krank im Kopf, dafür gibt es keine Begründung. Natürlich stellt sich für alle, die im Karneval Verantwortung tragen, die Frage, müssen wir Konsequenzen ziehen, müssen wir absagen? Das Kölner Festkomitee hat sehr schnell reagiert und das Rosenmontagsfest im Stadion abgesagt. Ob stattdessen ein Demonstrationszug mit vielen tausend Teilnehmern über den Originalweg des Rosenmontagszuges vor allem aus Corona-Aspekten besser ist, lasse ich dahingestellt. Wir haben das im Vorstand sehr verantwortungsbewusst abgewogen. Wie Ihr seht, sind wir zu dem Ergebnis gekommen, den Ordensabend der KG Schnüsse Tring durchzuführen und nicht abzusagen. Wir feiern keine ausgelassene hemmungslose Party, sondern wir feiern Karneval in seiner ursprünglichen Form. Und das nach vielen Monaten der Einschränkungen und Verboten. Auch wenn Frau Reker gestern Abend die Karnevalisten aufgefordert haben, alle Veranstaltungen abzusagen, es handeln nahezu alle Gesellschaften so wie wir. Es hilft keinem, sich zurückzuziehen. Dem russischen Despoten ist es scheißegal, ob in Köln Karneval gefeiert wird oder nicht. Deshalb haben wir uns entschieden, diese Veranstaltung heute durchzuführen.

Ich danke euch.

Herzliche Grüße

Achim Kaschny -Präsident-



56 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen