Ruusemondachsfest im Stadion


Jetzt ist es amtlich. In Köln wird es einen Rosenmontagszug geben, der durch das Stadion gehen wird. Einige Festwagen, Musikzüge und pro Gesellschaft dürfen 30 Personen mitziehen. Der Zug wird vom WDR aufgezeichnet und live gesendet.


Wie bei so vielen Sachen gerade in Corona-Zeiten hagelt es Kritik für diese Initiative, Man spricht von Geldgier, weil es dem Festkomitee nur um den Ertrag aus den Fernsehrechten. gehen würde.

Sicher gibt es auch kommerzielle Interessen, dass will ich an dieser Stelle nicht bestreiten. Aber wir Kölner Karnevalisten sollten auch bedenken, dass wir ein Festkomitee haben, dass nicht nur aus ehrenamtlichen Mitgliedern besetzt ist, sondern auch Mitarbeiter hat, die bezahlt werden müssen. Ein Wegfall der Fernsehgelder würde bedeuten, dass entweder durch weniger Mitarbeitern, der Service für die Vereine nicht mehr gewährleistet werden kann oder aber die Beiträge für die Mitgliedsvereine müssten drastisch erhöht werden n. Beides wäre sicherlich nicht nicht im Sinne der Vereine, vor allem kleinere Gesellschaften würden dadurch betroffen.



Sicherlich ist es für Vereine schwierig, 30 Mitglieder auszuwählen, die an diesem Ereignis teilnehmen können. Ich denke, dass das sicherlich auch zur Unruhe führen kann. Hier ist das Feingefühl der Vorstände gefragt, wie man die entsprechenden Teilnehmer auswählt, was sicherlich kein leichtes Unterfangen ist


Nach reiflicher Überlegung bin ich auf den Gedanken gekommen, dass gerade dieser Rosenmontagszug ein Zug von historischer Bedeutung sein könnte. Schon im Jahr 1949 hatten wir das Motto „Mer sin widder do un dunn wat mer künne! „.

Auch damals wurde mit dem Motto eine Aufbruchstimmung signalisiert, eine jetzt-erst-Recht Stimmung verbreitet, die vielleicht mit der jetzigen Stimmungslage vergleichbar ist. Wir lassen uns nicht unterkriegen, auch von einem dummen Virus nicht.


Inspiriert zu diesem Artikel hat mich eine gute Freundin im Karneval, die in einem Posting schrieb, dass gerade ältere Menschen sich darüber freuen, mit einem solchen Zug im Fernsehen etwas Abwechslung in ihr Leben zu bekommen. Und bei diesem Posting fielen mir meine, leider schon verstorbenen, Eltern ein, auch sie säßen mit einem Kölsch vor dem Fernseher und würden sich den Zug ansehen. Alleine dieser Gedanke sagt mir, Du machst alles richtig, wenn Du dabei bist………..

 

Jürgen Fischer


 

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