Russische Kirche von Südamerikanern bevölkert


Am gestrigen Donnerstag ( 30.09.21) wurde das ehemalige Vogelhaus der Kölner Zoo, dass 1899 in Stil einer russischen Kirche eröffnet worden war, nach 28 Monaten Umbauphase, wieder eröffnet

Zoochef Theo Page bedankte sich bei der Eröffnung besonders bei t der Stadt Köln, der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz für ihre Unterstützung


Die Besucher erwartet eine tropische Dschungelwelt, in der sie Faultiere, Affen und Vögeln direkt bewundern können, ohne durch einen Zaun oder Glas getrennt zu sein. ein echtes Highlight mit hohem Erlebniswert. Im Arnuf und Elisabeth Reichert Haus könne die Besucher Raritäten wie Kakao- und Breiapfelbaum, Kaffeestrauch und seltene Bromelien

Bromelien entdecken, Piranhas und Tukane sehen oder der Salzkatze folgen

Die begehbare mittel- und südamerikanische Dschungelwelt ist ein echtes Highlight mit hohem Erlebniswert.

Zur Eröffnung konnten Zoodirektor Pagel und Vorstand Christof Landsberg u.a.

Dr. Ralf Heinen, Bürgermeister der Stadt Köln, Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, Vizepräsidentin der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege, Lutz Heitmüller, Vorstand Deutsche Stiftung Denkmalschutz, und Dr. Ralf Unna, Zoo-Aufsichtsratsvorsitzender. als Ehrengäste begrüssen


Dr. Ralf Heinen: „Das ,Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Haus‘ setzt weit über Köln hinaus Maßstäbe in puncto Zooerlebnis. Das Haus verbindet ein spektakuläres Besuchserlebnis mit optimaler Tierhaltung. Hinzu kommt eine spannende und zeitgemäße Zooedukation, die die Menschen emotional packt und für die Bedrohung exotischer Naturparadiese sensibilisiert. Wir können den Zooverantwortlichen zu diesem Schmuckstück, das plangerecht mit viel Aufwand und Liebe zum Detail fertiggestellt wurde, nur gratulieren.“


Die Kosten für die Kernsanierung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes betrugen rd. 12. Mio. Euro. Die Finanzierung erfolgte aus Mitteln der Stadt Köln, die dem Zoo 2017 einen einmaligen Zuschuss über 19 Mio. Euro für dieses und weitere Bau- und Instandhaltungsprojekte im Rahmen des Denkmalschutzes zugewiesen hat. Hinzukommen Fördermittel der NRW-Stiftung über 250.000 Euro, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz über 200.000 Euro und Spendengelder des Zoo-Fördervereins. Der Zoo hat zudem Eigenmittel eingebracht.


Baubeginn war im April 2019. Die besondere Herausforderung bestand darin, den Charakter des baufälligen Hauses möglichst originalgetreu zu bewahren – und gleichzeitig bei Tierhaltung, Technik und Besuchserlebnis modernsten Anforderungen gerecht zu werden. Die biologische Ausrichtung des Hauses und die Gesamtgestaltung sollten zudem entlang der Masterplan-Gliederung, die für diesen Bereich des Zoos den Südamerikabereich vorsieht, erfolgen. Gänzlich neue Dimensionen ergaben sich durch den Aufbruch der Bodendecke und den Einbau eines Steges in der ersten Baumetage. Bei Innenarchitektur, Strukturierung und Bepflanzung hatte man das ehrgeizige Ziel, die Besucher möglichst nah an die Tiere heranzubringen – ohne diese in ihrem natürlichen Verhalten zu stören. Davon, dass die Aufgaben gemeistert wurden, können sich Zoobesucher ab sofort überzeugen.


Prof. Theo B. Pagel und Christopher Landsberg: „Mit der denkmalgerechten Kernsanierung und zukunftsweisenden Neunutzung dieses Hauses können wir heute ein weiteres ambitioniertes Großprojekt der öffentlichen Nutzung übergeben. Möglich ist so etwas immer nur dann, wenn man verlässliche Partner hat. Wir danken daher der Stadt Köln, der NRW-Stiftung, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und den Mitgliedern des Zoo-Fördervereins ausdrücklich für ihre Unterstützung.“



Das 1899 als Vogelhaus erbaute und nach Zerstörung im 2. Weltkrieg später als Heimat für Primaten dienende ehemalige „Südamerikahaus“ ist Generationen von Rheinländern bekannt. Es ist in seinen Formen einer russisch-orthodoxen Kirche nachempfunden. Der in Gelb und Weiß gehaltene Bau besteht aus einem Mittelschiff mit Apsis, zwei Seitenschiffen und vier flankierenden Ecktürmen auf quadratischen Grundrissen. Das Gebäude zählt neben dem Antilopenhaus und der Direktorenvilla zu den ältesten Bauten aus der Gründungszeit des Zoos und ist unverzichtbarer und prägender Bestandteil des Gesamt-Ensembles Kölner Zoo.



Gekoppelt an Artenschutzprojekt im Ursprungsgebiet

Als Teil seines breiten Engagements für den Schutz der Biodiversität hat der Kölner Zoo die Sanierung an die Unterstützung eines Artenschutzprojekts im Ursprungsgebiet der Tiere, die im „Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Haus“ leben, geknüpft. Konkret arbeitet der Zoo mit dem International Tropical Conservation Fund zusammen. Gemeinsam erreichte man in den vergangenen Jahren u.a., dass im mittelamerikanischen Staat Belize ein mehr als 400 Quadratkilometer großes Schutzgebiet aus unterschiedlichen, seltenen und wertvollen Waldtypen – von Trocken- bis Regenwäldern – geschaffen wurde. Gleichzeitig werden Umweltbildungs- und Ökotourismus-Maßnahmen gefördert

Hinweis: Derzeit noch eingeschränkte gleichzeitige Besucherzahl im „Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Haus“ durch Corona-Auflagen; kleinere Wartezeiten vor dem Haus müssen leider momentan noch eingeplant werden mit Bitte um Verständnis.




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