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Premiere konzertant: „Die Perlenfischer“

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863 und damit zwölf Jahre vor seiner „Carmen“ gelang dem gerade einmal 25-jährigen Franzosen Georges Bizet mit „Die Perlenfischer“ ein Geniestreich und zugleich der Durchbruch als Opernkomponist.


Angesiedelt im Milieu der Perlenfischer an der Küste Ceylons erzählt er eine dramatische Dreiecksgeschichte: Die langjährige Freundschaft von Zurga und Nadir drohte durch ihrer beider Liebe zu dem Mädchen Leïla schon einmal zu zerbrechen. Damals schworen die Männer, beide auf sie zu verzichten, und Leïla legte ein Keuschheitsgelübde ab. Doch als sich Leïla und Nadir wiedersehen, ist das Verlangen stärker, und sie lösen durch ihren Meineid eine starke Erschütterung der engen Gemeinschaft der Perlenfischer aus. Zurga soll die Situation schlichten, ist aber selbst emotional mehr als nur involviert.





Bizet schrieb, ganz in der zeitgenössischen Mode des Exotismus, eine Partitur mit farbenreicher Instrumentierung, bezaubernden Melodien und effektvoller Theatermusik, die sich in großen Chorszenen und intimen Momenten zwischen den Protagonisten entfaltet. Ein Höhepunkt ist das wohl berühmteste Männerduett der Opernliteratur: „Au fond du temple saint“ von Zurga und Nadir, dessen einprägsame Melodie das lange beinahe vergessene Werk in der Erinnerung hielt.


Die vier Solo-Rollen haben die spanische Sopranistin Sara Blanch (Leïla) und der südamerikanische Tenor Anthony Leon (Nadir) – beide Gäste geben ihr Hausdebüt – sowie Insik Choi (Zurga) und Christoph Seidl (Nourabad) aus dem Opernensemble übernommen Außerdem dabei: der preisgekrönte Chor der Oper Köln, einstudiert von Rustam Samedov. Die Musikalische Leitung dieser Produktion übernahm der junge australische Dirigent Nicholas Carter, Chefdirigent der Oper Bern.


Es war wie immer ein überragender Musikgenuss. Die Wiedergabe als Konzert überließ es der Phantasie der Besucher sich durch die wunderbaren Stimmen in das ferne Ceylon tragen zu lassen



Wer sich dieses Konzert nicht entgehen lassen möchte


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