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Nach dem Karneval ist auch noch Karneval……..




Am Aschermittwoch ist alles vorbei, so wird es gesungen in einem alten Lied von Jupp Schmitz. Aber das heißt ja nicht, dass es nicht auch Ausnahmen geben kann.


So war das Kölner Husarenkorps am Sonntag den 05.03. 23 eingeladen, an einem Karnevalsumzug in Esch an der Alzette in Luxemburg teilzunehmen.

Mit unserem Musikzug ging es schon morgens um 08.00 auf die Reise, mussten doch drei Stunden Anreise bewältigt werden mit dem Bus. Noch etwas verschlafen, aber mit voller Motivation trafen wir uns auf der Aachener Straße. Manch ein Passant guckte schon etwas belustigt , einige Tage nach Aschermittwoch noch uniformierte Husaren zu sehen, ist auch in Köln nicht ganz gewöhnlich und so hörten wir öfters den Spruch: ihr seid aber spät dran, doch das überhörten wir mit einem Lächeln im Gesicht.



Bevor wir losfahren konnten musste noch das Wurfmaterial in den Bus eingeladen werden und davon hatten wir reichlich dabei. Zwei Bollerwagen kamen ebenfalls in den Bus, diese sollten uns später als Bagagewagen dienen. Standarte und Schellenbaum in den Bus und unserer Busfahrer Harald konnte die Fahrt beginnen.


Schon die Fahrt war ein Erlebnis, wir hatten Köln noch nicht verlassen, da wurden schon die ersten Hefeteilchen konsumiert, hergestellt von einer bekannten Kölner Brauerei. Unser Damenkorps wollte den Offizieren nicht nachstehen und schon wurde auch die erste Sektflasche geöffnet. Dazu gab es Frikadellen, Blätterteigschnecken und vieles anderes mehr, eben ein deftiges Husarenfrühstück, wie es sich gehört. Die Stimmung wurde immer besser, es wurde sich nett unterhalten, man merkte förmlich, dass uns allen diese Busfahrten in den letzten Jahren gefehlt hatten.



Wir passierten die teilweise verschneite Eifel, immer näher kamen wir unserem Ziel Luxemburg und die Vorfreude stieg. Wir mussten einmal durch die ganze Ortschaft Esch bis zu unserem Aufstellplatz und eine leichte Enttäuschung machte sich breit, die Straßen waren leer, nur einige Absperrbarken wiesen darauf hin, dass hier ein Umzug stattfinden könnte. Wie sehr uns dieser erste Eindruck getäuscht haben sollte, wurden wir später belehrt.


Am Aufstellplatz wurden wir freundlich von Mitglieder des Eschers Karnevalsvereins begrüßt und es wurde uns unser Aufstellplatz zugewiesen. Wir waren die vorletzte Gruppe im Zug, da war Warten angesagt. Zum Glück befand sich direkt an unserem Aufstellplatz ein kleines Bierlokal und Husaren wären nicht Husaren, wenn sie diese Lokalität nicht sofort auf Tauglichkeit überprüft hätten. So rückten zuerst die Offiziere mit den Damen ein, auch hier wurden herzlich empfangen (viele Leute sprechen in Luxemburg deutsch) und es entwickelten sich nette Gespräche mit den Escher Karnevalisten. Als dann noch unser Musikzug in die Wirtschaft einrückte und ein Ständchen gab, kannte die Begeisterung keine Grenzen mehr.Es wurde gefilmt, fotografiert und man schunkelte zu unsere Kölschen Tönen.



Gegen 14.00 Uhr ertönte dann der Pfiff unseres Kommandanten, Husaren Aufzug und wir alle kamen auf die Straße, Wie hatten sich die Straßen verändert, eben noch wie leergefegt, jetzt säumten tausende Menschen und der Zug begann. Kalt war es, ja, aber dabei zum Glück trocken und so zogen wir mit bester Laune los. Eins merkten wir recht schnell, die Zuschauer am Zugweg waren alle sehr freundlich, bei den doch recht vielen Stockungen im Zug hatten wir öfters einen Smalltalk mit dem Publikum. Einen Stopp hatten wir kurz vor dem Ende des Zuges an einer Pizzeria, die Mitarbeiter versorgten uns dort sofort mit Getränken, bezahlen durften wir nicht.


Gegen 17.00 war dann der Zug vorbei, wir hatten nur einen kurzen Weg zu unserem Bus, die Wärme im Bus tat uns Allen gut, müde und überaus zufrieden traten wir den Heimweg an, die Domtürme riefen. Einige unentwegte Husaren soll man nach der Busfahrt auch noch zu einem Absackerkölsch im Marienbild gesehen haben. Es war ein überaus gelungener Tag, wir hatten viel Spaß und eins hat man auf jeden Fall gemerkt. Eine solche Busfahrt schweißt ein Korps zusammen, man hat auch mal Zeit, sich auszutauschen, gemeinsam zu lachen und daher ein großes Dankeschön an alle, die uns diesen so schönen Tag ermöglicht haben.



 

Jürgen Fischer

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