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Leichtathletik als „Zugpferd“ der ´Finals´


Vier Tage Leichtathletik pur. Das versprechen die Deutschen Meisterschaften im Rahmen der sportartenübergreifenden ´Finals´ Ende Juni in Berlin. Am Montag sprachen unter anderem der DLV-Vorstandsvorsitzende Idriss Gonschinska sowie der Deutsche Speerwurf-Meister Julian Weber im Rahmen einer digitalen Pressekonferenz über das große nationale Freiluft-Highlight des Jahres.


14 Sportarten, 14 Deutsche Meisterschaften: In rund drei Wochen werden über vier Tage verteilt in Berlin die ´Finals 2022´ (23. bis 26. Juni) ausgetragen. „Wir können mit Fug und Recht behaupten, dass die Leichtathletik das Zugpferd dieser Veranstaltung ist“, sagte am Pfingstmontag Idriss Gonschinska, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), im Rahmen einer digitalen Pressekonferenz im Vorfeld der Meisterschaften.



DLV-Veranstaltungsdirektor Marco Buxmann verwies dabei auf die erfolgreiche Erstausgabe der ´Finals´ im Jahr 2019: „Daran erinnern wir uns immer wieder gerne zurück. Es war eine grandiose Stimmung im Olympiastadion und ich bin fest davon überzeugt, dass wir das wieder hinbekommen werden“.


„Die Leichtathletik ist die Königsdisziplin der Finals“, sagte auch Andreas Statzkowski, Präsident des gastgebenden Berliner Leichtathletik-Verbandes, und ergänzte: „Wir haben 2019 gesehen, mit welchem Interesse der Öffentlichkeit wir rechnen können. Das wird natürlich auch das Ziel für dieses Jahr sein.“ Etwa 300 freiwillige Helfer werden am Wettkampf-Wochenende zum Erreichen dieses Ziels beitragen.


„Ein Highlight wird das Nächste jagen“


Der Großteil der Wettbewerbe wird am Samstag und Sonntag im Berliner Olympiastadion stattfinden und in jeweils eine Vormittags- und eine Nachmittagssession gegliedert sein. „Ein Highlight wird das Nächste jagen. Die Zuschauer dürfen sich auf richtig, richtig gute Leichtathletik freuen“, versprach Marco Buxmann. Nach aktuellem Stand wird es keine Beschränkungen durch Corona-Auflagen geben, sodass das Stadion voll ausgelastet werden kann.



Eines der angesprochenen Highlights wird unter anderem das Speerwerfen der Männer sein. Julian Weber (USC Mainz), der kürzlich mit 86,09 Metern den besten Saisoneinstand seiner Karriere feierte, kündigte in der Pressekonferenz an, seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen zu wollen. „In Deutschland muss man einer der besten der Welt sein, um überhaupt mit der nationalen Konkurrenz mithalten zu können. Ich hatte in den letzten Jahren immer wieder Probleme mit Verletzungen, mit denen ich mittlerweile aber ziemlich gut zurechtkomme. Das hat viel Arbeit erfordert. Jetzt bin ich so stabil und agil wie noch nie zuvor. Ich bin auf dem besten Weg, wieder Bestweite und darüber hinaus zu werfen“, sagte der 27-Jährige.


Generell freut sich Julian Weber auf das „Sportspektakel“ der ´Finals´. „Klar wir sind im Tunnel und haben den Fokus vor allem auf unsere eigene Disziplin gerichtet. Aber wenn die Möglichkeit besteht, etwas links und rechts zu gucken, dann nehme ich das gerne wahr. Ich bin immer begeistert bei anderen Sportarten dabei“, lobte er das Konzept der sportartenübergreifenden Veranstaltung.


ARD und ZDF übertragen live



Doch nicht nur am Samstag und Sonntag wird die Leichtathletik den Kern der ´Finals´ bilden. Bereits an den Vortagen werden die Kugelstoß-Wettbewerbe direkt in der Berliner Innenstadt ausgetragen, sodass Zuschauer äußerst nah an den ersten Wettkämpfen der diesjährigen DM dabei sein können. Am Pariser Platz wird dafür eigens eine Anlage aufgebaut, auf der am Donnerstag die Frauen und am Freitag die Männer auf Titeljagd gehen werden. „Auch das ist ein großes Highlight“, sagte Marco Buxmann.


Als „außergewöhnliche Situation“ beschrieb Idriss Gonschinska die enge Taktung der Leichtathletik-Höhepunkte in diesem Jahr. Nach den Deutschen Meisterschaften folgen die Weltmeisterschaften in Eugene (USA; 15. bis 24. Juli) und die Europameisterschaften in München (15. bis 21. August). Gleichzeitig kommt der DM dadurch eine besondere Bedeutung bei. Bei Erfüllung der Nominierungs-Kriterien werden die Erst- und Zweitplatzierten erstmals vorranging für die WM und EM nominiert werden. Bisher erhielt nur der Titelgewinner einen Startplatz bei den Saisonhöhepunkten.


Jene, die Ende Juni nicht im Berliner Olympiastadion oder am Pariser Platz dabei sein können, können die Deutschen Meisterschaften intensiv von zuhause aus live verfolgen. Die ARD überträgt die Wettbewerbe am Samstag, das ZDF am Sonntag. Zudem wird es von den Kugelstoß-Wettbewerben Livestreams sowie ausführliche Zusammenfassungen im Fernsehen geben.



 

Autor: Nicolas Walter

Deutscher Leichtathletik-Verband (DLV)


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