• amaara® anna m.drack

Ich bin dein Fan und du gehörst mir....

Viele kennen sicher die Filme *Der Fan* mit Desiree Nosbusch und * The Fan* mit Robert DeNiro, beides Verfilmungen über krankhafte Verehrung eines Prominenten

Was in Film ein Ablauf nach Drehbuch ist, ist leider auch im realen Leben kein Einzelfall

Etwa ein Drittel der Menschen sind laut einer Studie ( "New Scientist" 2003) Prominenten mehr oder minder tief zugeneigt Eine solche Verehrung gleitet allerdings oft ins Krankhafte ab, die Grenzen sind fließend

In der nächsten Stufe nach Sammeln und Anhimmeln kommt der Wunsch zur intensiven persönlichen Bindung auf, das betrifft etwa 10 Prozent der Fans

Soweit ist alles im normalen Bereich, und durch aus in der Entwicklung von Menschen richtig

Gefährlich wird es erst dann, wenn sich der Fan in eine gewaltige Abhängigkeit von seinem Idol begibt. Vorraussetzend dass „Fan“ eine Abkürzung für „fanatic“ ist, wird die Ähnlichkeit schon klarer


Dem Star wird nachgereist, man steht stundenlang vor seiner Tür oder irgendwelchen Hotels, immer in der Hoffnung, dass man ihm auffällt


Richtig krankhaft wird es aber dann, wenn man den Star nur aus dem Fernsehen kennt, nie ein persönliches Wort mit ihm gewechselt hat, er auf jede Kontaktaufnahme schweigt. Spätestens dann sollte der gesunde Menschenverstand einsetzen und die Sinnlosigkeit der *Liebe* erkennen, aber dafür ist es dann leider schon zu spät. Eine solche Obsession ist gefährlich, da sie die Fähigkeit eines Menschen, zu lieben und ein produktives Mitglied der Gesellschaft zu sein, behindert. Man verliert leicht die Nerven, wenn man negatives über das Objekt der Begierde hört, selbst wenn man die klare Nachricht erhält, dass die Person, die man verehrt, absolut keinen Kontakt will, wird dieses ignoriert oder als Grund gesehen, erneut mit Vorwürfen an den Star heranzutreten, um diesen so zu zwingen, doch Kontakt aufzunehmen


Wissenschaftlich gesehen können Promi-Obsessionen zwei verschiedene Funktionen erfüllen: Gesellschaft und persönliche Identität

Einsamkeit, schlechte partnerschaftliche Erfahrungen sind oft Gründe für solch eine Obsession

Spätestens hier. ist es wichtig sich professionelle Hilfe zu besorgen, bevor das eigene Verhalten nicht nur einem selbst sondern auch dem Umfeld und dem verehrten Menschen schadet

Leider ist das größte Problem, dass der Betroffene sich seiner Obsession in den meisten Fällen nicht bewusst wird. Er ist auch nicht in der Lage klar dar zu legen, welche seiner unerfüllten Bedürfnisse er durch die Person seiner Begierde befriedigt sieht.

Ein Ausweg ist leider oft erst dann in Sicht, wenn die verehrte Person Anzeige erstattet und von Amts wegen eine psychologische Untersuchung angeordnet wird





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