• amaara® anna m.drack

Homeschooling-Studie der Schülerhilfe

Jedes fünfte Kind brauchte im Lockdown Nachhilfe

Die Pandemie macht auch vor Bildung nicht halt. Acht von zehn Eltern machen sich nach monatelangem Homeschooling Sorgen um die schulische Entwicklung ihrer Kinder. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Schülerhilfe. Wie der Lernalltag von SchülerInnen zuhause aussah und welche Rolle Familienmitglieder, Lernvideos und Online-Nachhilfe spielten, stellt das Nachhilfeinstitut in der Homeschooling-Studie vor. An der von Fittkau & Maaß durchgeführten Befragung nahmen über 1.500 Eltern stellvertretend für ihre Kinder teil. Die Studienergebnisse sind dabei relevanter denn je, da die Betreuung zuhause wegen der aktuellen Entwicklungen erneut im Raum steht.


Drei Stunden Homeschooling pro Tag: GymnasiastInnen büffelten am längsten

Statt jeden Tag mehrere Stunden die physische Schulbank zu drücken, lernten die Schülerinnen und Schüler ab März diesen Jahres fast nur noch zuhause. Doch nur durchschnittlich 2,2 Stunden verbrachten sie dabei täglich mit digitalem Unterricht und Hausaufgaben. Knapp jedes zehnte Kind hatte sogar weniger als eine Stunde pro Tag mit Schulaufgaben zu tun. Die Schulform macht hier einen Unterschied: Der Arbeitsaufwand für BerufsschülerInnen war im Schnitt mit ein bis zwei Stunden pro Tag der geringste. Am längsten saßen GymnasiastInnen an ihren Schreibtischen, sie kamen durchschnittlich auf zwei bis drei Stunden täglich.


Familie, Erklärvideos und Lerngruppen: SchülerInnen holten sich aktiv Hilfe

Viele SchülerInnen brauchten zusätzliche Unterstützung, um den Schulstoff zu verinnerlichen. Am häufigsten griffen ihnen dabei Eltern oder Geschwister unter die Arme, sie halfen zwei von drei Kindern bei ihren täglichen Aufgaben. Intensiv nutzten Schülerinnen und Schüler zudem Lernvideos: Knapp jede bzw. jeder Dritte ließ sich so den Stoff erklären. Besonders Online-Lernportale oder Apps waren beliebt unter den Jugendlichen und Kindern. Jede bzw. jeder Vierte machte dort Aufgaben oder füllte Arbeitsblätter aus. Viele SchülerInnen (23 Prozent) schlossen sich außerdem zu Online-Lerngruppen zusammen.

In Mathe oder Englisch: Fast jedes fünfte Kind brauchte Nachhilfe

Jedes fünfte Kind nahm während des Homeschoolings Nachhilfeunterricht in Anspruch. „Ob Pandemie oder nicht – Mathematik ist und bleibt das Problemfach Nummer 1“, fasst Anja Dudziak, pädagogische Leiterin, zusammen. Knapp drei Viertel der Nachhilfeschülerinnen und -schüler brauchten in diesem Fach Unterstützung. Englisch fällt vielen Kindern ebenfalls nicht leicht, jedes Dritte wurde in der Fremdsprache außerschulisch gefördert. Auch Online-Nachhilfe durch professionelle LehrerInnen wurde gern angenommen. Noch vor drei Jahren fand kaum Unterricht per Video-Chat statt, in der Homeschooling-Zeit wurde bereits jede fünfte Nachhilfestunde online abgehalten.

„Die Studie hat uns eindrücklich gezeigt, wie herausfordernd Homeschooling für SchülerInnen wirklich ist. Gleichzeitig wurde deutlich, welchen Stellenwert Online-Nachhilfe in diesen schwierigen Zeiten hat, um SchülerInnen bestmöglich zu unterstützen“, resümiert Anja Dudziak. Sie ergänzt: „Ob unsere Online Nachhilfe mit persönlichen LehrerInnen, die Nachhilfe App zur Hausaufgabenhilfe oder das Online-LernCenter – mit unseren digitalen Nachhilfeangeboten lernen Kinder und Jugendliche auch zuhause nachhaltig.“


© Anja Dudziak, Schülerhilfe

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