Gesetzliche Regelungen zu den Stillen Feiertagen

Ordnungsamt informiert anlässlich des Osterfestes 2022



Das Feiertagsgesetz Nordrhein-Westfalen sieht besondere Regeln für die Stillen Feiertage vor. Die Gewerbeabteilung des Amtes für öffentliche Ordnung der Stadt Köln weist Gewerbetreibende und Veranstalter auf die Bestimmungen für Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag, 14. bis 16 April 2022, hin. Gründonnerstag sind ab 18 Uhr alle öffentlichen Tanzveranstaltungen verboten. Karfreitag von 0 Uhr bis Karsamstag 6 Uhr sind keine öffentlichen Veranstaltungen erlaubt. Hierzu zählen insbesondere Märkte, gewerbliche Ausstellungen, Briefmarkentauschbörsen, sportliche Veranstaltungen einschließlich Pferderennen, Leistungsshows, Zirkusaufführungen, Volksfeste, tänzerische und artistische Darbietungen und der Betrieb von Freizeitanlagen, soweit dort tänzerische oder artistische Darbietungen erfolgen. Verboten sind auch alle Unterhaltungsveranstaltungen (zum Beispiel Stadtführungen mit unterhaltendem Charakter) einschließlich sämtlicher, auch klassischer Theater- und Musik-Aufführungen wie Opern, Operetten, Balletts, Musicals, Puppenspiele und ähnliche Unterhaltungsveranstaltungen.


Ausnahmen gelten nur für Veranstaltungen, die religiöser, weihevoller Art oder sonst ernsten Charakters sind und dem besonderen Wesen dieses Feiertages entsprechen, dann aber erst nach der Hauptzeit des Gottesdienstes, also ab 11 Uhr. Ebenfalls verboten sind alle Unterhaltungsdarbietungen in Gaststätten und Diskotheken sowie der Betrieb von Spielhallen und Wettannahmestellen und zwar bis zum nächsten Tag, Karsamstag, 6 Uhr. Darüber hinaus müssen am Karfreitag – wie an allen Sonn- und Feiertagen – auch Videotheken (mit Ausnahme von Automatenvideotheken), Autowaschanlagen und Waschsalons geschlossen bleiben. Ebenso verbietet das Feiertagsgesetz am Karfreitag Wohnungsumzüge. Nicht erlaubt ist auch der Betrieb von Fahrschulen und von Mitfahrvermittlungen.


Erlaubt sind Kunstausstellungen, Kunstführungen, Tierschauen und ähnliche Veranstaltungen. Öffnen dürfen auch die Museen und der Zoo. Erlaubt sind auch Arbeiten, die der Erholung dienen, wie zum Beispiel der Betrieb von Saunen, Bräunungs- und Fitnessstudios. Die Gewerbeabteilung des Ordnungsamtes beantwortet Fragen zum Feiertagsgesetz Nordrhein-Westfalen und dem Ladenöffnungsgesetz NRW, die das Kölner Stadtgebiet betreffen, unter der Telefonnummer (0221) /221-29879. In dringenden Fällen und wenn damit keine erheblichen Beeinträchtigungen des Sonn- und Feiertagsschutzes verbunden sind, können Ausnahmen von den Verboten nur von der Bezirksregierung zugelassen werden. Anträge sind zu richten an: Bezirksregierung Köln, Dezernat 21, Zeughausstraße 2-10, 50667 Köln.


Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Katja Reuter

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