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Gelassenheitstraining im Pferdesport



Jeder Reiter, egal ob Turnierreiter oder Freizeitreiter kennt die Situation. Das Pferd erschrickt sich, sei es durch einen Hasen, der plötzlich auftaucht, einen Turnierzuschauer, der wegen einsetzendem Regen seinen Schirm aufspannt oder vielleicht auch nur die Plastiktüte, die durch den Wind aufgeweht wird.

Alles ganz reale Situationen, die sicherlich jeder Reiter schon einmal miterlebt hat. Das Pferd erschrickt sich, springt zur Seite oder galoppiert unkontrolliert los, Reaktionen, die auch für Pferd und Reiter gefährlich sein können. Vielen Pferden fehlt einfach die Gelassenheit, auf solche Reaktionen zu reagieren und sie geraten in Panik.



Das kann man allerdings trainieren. Keine neue Idee, dieses Training, wird es doch bei den Polizeireiterstaffeln schon seit Jahrzehnten erfolgreich praktiziert. Auch einige Karnevalsgesellschaften haben mit diesem Konzept die teilnehmenden Pferde in Umzügen vorbereitet.


Im Turnier- u. Freizeitsport wurde diese ergänzende Ausbildungsmethode aber weitestgehend vernachlässigt, obwohl es doch gerade in diesen Bereichen so wichtig wäre, um Verletzungen von Pferd und Reiter vorzubeugen.



In den letzten Jahren sind sich aber einige Ausbilder ihrer Verantwortung bewusst geworden und haben das Gelassenheitstrainung in ihr Ausbildungsprogramm aufgenommen. Dabei werden die Pferde in einer ganz ruhigen Atmosphäre an gewisse Situationen herangeführt, ohne Hektik, ganz in Ruhe. Dabei sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt, eine Wippe aus Holz, ein Vorhang aus Flatterbändern oder eine wehende Fahne sind ohne großen Aufwand anzufertigen. Selbst ein Regenschirm kann schon gute Dienste leisten, mit kleinen Mittel viel erreichen. Es sind alles vertrauensbildende Übungen, das Pferd lernt, mit „meinem“ Mensch kann mir nichts passieren. Und auch die Menschen haben viel Spaß zusammen mit ihrem Partner Pferd, lernt man doch seinen Partner Pferd besser kennen. Bei dem Lehrgang an diesem Wochenende waren auch Ponyreiter dabei, die sich sichtlich gefreut haben, dabei zu sein.



Ganz wichtig ist dabei, dass ein solches Training von einem erfahrenen Ausbilder begleitet wird, der die Materie kennt, der dann auch Pferd und Reiter auf solche unbekannten Situation einstellen kann. Ich kann nur an alle Ausbilder appellieren, ein solches Training zu nutzen, bietet es an. Ein zusätzliches Angebot, dass sich für Ausbilder auch sicherlich finanziell lohnt, auch den Aspekt muss man natürlich am Rande erwähnen.


Rückfragen können gerne gestellt werden, unter

j.amaaras-world@outlook.de


 


Text Jürgen Fischer

Fotos Joanna Fischer





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