Gedanken zum Brief von Christoph Kuckelkorn……


 

Offener Brief an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (amaaras-world.com)


 

Zu dem offenen Schlagabtausch von Karl Lauterbach und dem Präsidenten des Kölner Festkomitees Christoph Kuckelkorn kann und sollte man sich einige Gedanken machen.

Karl Lauterbach als Gesundheitsminister empfiehlt eine Verlegung des Karnevals in die Sommermonate, um das Ansteckungsrisikos zu minimieren. Aus medizinischer Sicht kann man einen solchen Vorschlag sicherlich akzeptieren, aus meiner karnevalistischen Sicht aber nicht, Karneval ist und bleibt ein Brauchtum, dass an eine Zeit gebunden ist und diese Zeit kann man nicht verschieben, ich bin da ganz der Meinung von Christoph Kuckelkorn.




Karneval im Sommer ist auch für mich einfach unvorstellbar. Obwohl mein Herz blutet, dass wir auch in der Session 2022 keinen Karneval erleben können, aber es ist wohl die richtige Entscheidung.


Entscheidung?……..Nein, es liegt nur eine Empfehlung vor und genau das bringt Veranstalter (Vereine) in große Probleme. Da es sich nicht um eine Absage des Karnevals handelt, bleiben Verträge mit Künstlern bestehen und das kann Vereine in finanzielle Schwierigkeiten bringen. Viele Künstler haben für die Vereine Verständnis und und treten von ihren Gagenforderungen zurück, aber nicht alle, auch wieder verständlich, da viele Künstler hauptberuflich aktiv sind und ihre Existenzgrundlage verlieren.


Klar, es gibt einen Sonderfond des Bundes, hier sollen Veranstalter und Künstler entlastet werden. Grundgedanke ist ja in Ordnung, aber es bedeutet auch für viele ehrenamtliche Karnevalisten einen großen zusätzlichen Bürokratismus, dem sie teilweise nicht gewachsen sind. Ohne fundierte EDV-Kenntnisse ist der Antrag nur sehr schwer zu bearbeiten, fast unmöglich.


Das alles verhindert werden können, wenn man ein klares Verbot für den Karneval ausgesprochen hätte, dann wären die Vereine nicht in einem rechtsfreien Raum. Das wurde leider versäumt bei der Besprechung von dem Ministerpräsidenten und den Vertretern aus Köln und Aachen.


Kritisieren kann natürlich jeder, aber Vorschläge machen ist eigentlich besser. Für mich persönlich habe ich den Karneval 2022 schon abgeschrieben, bin aber kein Mensch, der pessimistisch in die Zukunft schaut. Und habe auch meine Ideen, Wie bereits erwähnt, Karneval im Sommer ist für mich nicht vorstellbar. Aber Sommerfeste, wie wir sie zum Beispiel von der Deepejasser Kirmes oder dem Längsten Tisch vun Kölle kennen, diese Formate sollten im Jahr 2022 mehr unterstützt werden. Und dann bitte nicht nur Bands, Sänger oder Sängerinnen, auch bitte mit Tanzgruppen und vor allen Dingen mit Kindertanzgruppen, nicht im normalen Tanzoutfit wie im Karneval. Gerade die Kinder müssen wir motivieren, dass sie unser Brauchtum fortsetzen, dass wir so lieben. Und sie brauchen ihre Auftritte, möchten zeigen, was sie können und das sollten wir alle unterstützen.

Das sollte unser aller Ziel sein.



 

Text: Kommentar Jürgen Fischer

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