FN-Tagungen in Münster

Die FN (Deutsche Reiterliche Vereinigung) als Dachverband des deutsche Pferde- u. Reitsports hatte am 03. - 04.05. nach Münster zu diversen Sitzungen eingeladen. Zu Beginn tagte der Beirat Sport.



Wie groß das Interesse der Verbände innerhalb der FN ist, war an der großen Zahl der Anwesenden erkennbar , von 213 stimmberechtigten Mitglieder waren 209 persönlich anwesend. Man merkte schnell, dass die Delegierten froh waren, sich nach coranabedingter Abstinenz wieder persönlich auszutauschen zu können.


Nach Eröffnung und Begrüßung wurden sehr schnell interessante Themen angesprochen .Die FN Strategie 2026 wurde erörtert. Wie muss sich die FN in der Zukunft positionieren,um den Reitsport attraktiv zu halten, der gerade durch Corona Einbußen verzeichnen musste? Das wurde r eindrucksvoll im Laufe der Fachtagung skizziert und auch mit Zahlen untermauert


Um den Reitsport attraktiv zu halten undr noch attraktiver zu machen, braucht es gute Kinder- u. Jugendarbeit, betonte Maria Schierhölter-Otte.

Hier geht es nicht nur um um die Gewinnung von neuen Reitern, sondern auch um die Motivierung von jungen Leuten für ein Ehrenamt in den Vereinen. Um Kinder ganz gezielt für den Reitsport zu begeistern, wurde vor zehn Jahren der Arbeitskreis „Kleine Kinder, kleine Ponys“ gegründet. Aufgabenstellung dieses Arbeitskreises ist ein kindgerechtes Heranführen der Kinder an Ponys, zuerst spielerisch, dann mit immer mehr Bezug zum eigentlichen Reiten. Ängste sollen dank geeigneter Ausbilder vermieden und abgebaut werden,. Nicht jeder, der vielleicht bis zur schweren Klasse ausbilden kann, ist auch geeignet, einem vierjährigem Kind die ersten Grundkenntnisse zu vermitteln. Hier besteht noch Handlungsbedarf, zu diesem Thema wird auch unsere Redaktion in der Zukunft noch öfter berichten, da uns zu diesem Thema eine gute, selbst entwickelte Idee eines Reitvereins bekannt ist, die schon seit Jahren erfolgreich greift.




Auch das Thema Turniersport wurde natürlich angesprochen..

Ab 01.01.2023 wird es für alle Pferde im Turniersport eine Impfpflicht gegen das Herpesvirus geben. Betont wurde dabei, dass eine Impfung nicht das Risiko einer Herpesinfizierung verhindern kann, aber die Symptome deutlich abschwächt und die Anzahl der Viren reduziert wird. Diese Impfpflicht beginnt für Turnierpferde am 01.01.2023. Die Grundimmunisierung sollte aber schon vor diesem Zeitpunkt vorgenommen werden, nur so ist gewährleistet, dass bis zu diesem Stichtag ein optimaler Schutz erreicht wird und die Pferde ab 01.01.2023 auch in Prüfungen starten dürfen. Impfstoff ist genügend vorhanden, zum jetzigen Zeitpunkt wird er aber noch sehr zurückhaltend angefordert.


Seit Jahren ein umstrittenes Thema ist das Verbot des Touchierens von Pferden am Sprung. Hierzu äußerte sich Thies Kaspereit. Man habe verschiedene Ansätze gehabt, mit diesem Thema umzugehen, z.B. ein absolutes Verbot oder eine Schulung für Ausbilder für eine Integration dieser Methode zu fachgerechten Ausübung

(Frage der Redaktion, was ist hier fachgerecht?)

. Man hätte sich hier eine klarere Distanzierung von dieser umstrittenen Ausbildungsmethode gewünscht, einstimmig votierten die Delegierten für ein Verbot. Mit diesem Abstimmungsergebnis wurde endlich ein klares Zeichen gesetzt. Ausdrücklich wurde dabei erwähnt, dass davon nicht der Dressur- o. Fahrsport betroffen sei. und,dass dieses Verbot nur bei Personen greift, die auch sanktioniert werden können, also in der FN organisiert sind, speziell die Inhaber einer Turnierlizenz.


G

eneralsekretär Sönke Lauterbach erläuterte, dass die Turniersportgebühren (Turnierpferdeeintragung, Erteilung Lizenzen für Reiter und die jeweiligen Fortschreibungen) schon seit vielen Jahren unverändert geblieben sind. Die Kostensteigerungen und die erhöhten Ansprüche auf eine verbesserte Digitalisierung erfordern eine höhere Bepreisung dieser Dienstleistungen, eine Erhöhung dieser Gebühren um jeweils zwei Euro sei notwendig, um kostendeckend arbeiten zu können.


Schon jetzt laufen die Vorbereitungen innerhalb der FN für eine Optimierung des Turniersports, ganz wichtig dabei, Änderungen innerhalb der LPO (Leistungsprüfungsordnung) für das Jahr 2024. Diese sollen zeitnah beschlossen werden. Eine wichtige Änderung wird es geben, Prüfungen der Klasse E fallen ab 2023 in den Verantwortungsbereich der LPO, nicht mehr der WBO. Dass heißt, dass Teilnehmer an diesen Prüfungen auch im Besitz einer Turnierlizenz sein müsssen, sei es die kostenlose Schnupperlizenz oder die gebührenpflichtige „normale“ Lizenz. Auch die Vereinheitlichung der unterschiedlichen Internetplattformen wurde thematisiert, sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung.



Vorgestellt wurden auch die Ergebnisse einer Turniersportumfrage. Diese Ergebnisse jetzt hier im Einzelnen vorzustellen, würde sicherlich den Rahmen dieses Berichtes sprengen. Sicherlich gab es in dieser Umfrage sehr interessante Ergebnisse, unsere Redaktion wird sich mit der Presseabteilung der FN (die uns Medienvertreter übrigens hervorragend betreut hat, vielen lieben Dank) in Verbindung setzen, umso auch Interessierten diese Ergebnisse zur Verfügung zu stellen. Vielleicht kann man mit diesen Ergebnissen der Umfrage auch die Bedürfnisse und Wünsche von Turnierteilnehmern mit den Interessen von Turnierveranstaltern noch mehr in Einklang zu bringen.



 

Jürgen Fischer





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