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FEL!X 2023 blickt nach England




Das Originalklang Festival Felix steht vom 15. bis 20. August 2023 unter dem Motto »Sagen, Mythen und Legenden« und blickt insbesondere nach England. Das Programm prägen Wiederentdeckungen und Neuinterpretationen. International renommierte Künstlerinnen und Künstler bringen Musik im Originalklang vom 12. Jahrhundert bis zur Gegenwart in die Kölner Philharmonie und in weitere Spielstätten in der Kölner Innenstadt, darunter erstmals auch der Kölner Dom.





Musik aus England, die zwischen 1570 und 1930 komponiert wurde, bildet den Schwerpunkt der Konzertprogramme bei FEL!X 2023. Thomas Tallis schrieb 1570 eine Motette für acht Chöre zu je fünf Stimmen a cappella »Spem in alium«, die Terry Wey und Ulfried Staber zu zweit in einer ganz besonderen Weise aufführen. Tallis gehörte ebenso wie William Byrd und Thomas Weelkes zu den führenden Komponisten im Elisabethanischen Zeitalter, die die Vokalpolyphonie in Blüte brachten. Werke von Byrd und Weelkes bringt das Vokalensemble Voces Suaves gemeinsam mit dem Lautenisten Ori Harmelin in St. Mariä Himmelfahrt zu Gehör. Mitte des 17. Jahrhunderts bildete sich in England die musikalische Form der »semi opera«. Zu den ersten Bühnenwerken dieser Form gehört Matthew Lockes »Psyche« aus dem Jahr 1675, das zur Eröffnung von FEL!X 2023 durch das Ensemble Correspondances und Sébastien Daucé in der Kölner Philharmonie aufgeführt wird.


Georg Friedrich Händel erblickte 1685 in Halle das Licht der Welt und reiste 1710 erstmalig nach London. Werke des »Londoner« Händels nehmen Domorganist Winfried Bönig in sein Orgel-Late-Night im Kölner Dom und Dame Emma Kirkby und Philipp Mathmann in ihr Programm »Strawberry Hills« im Wallraf-Richartz-Museum auf. Im Elisabethanischen Zeitalter wirkte auch William Shakespeare: Für FEL!X 2023 hat Romina Lischka ein Programm aus Lamenti, Liedern und Tänzen aus Shakespeare-Schauspielen zusammengestellt. Einen Ausblick nach Schottland und Irland des 18. Jahrhunderts bieten The Curious Bards mit gälischen Klängen im Baptisterium.


Das Elisabethanische Zeitalter, das auch als goldenes bezeichnet wird, ist Teil eines Mythos über »Merry OldEngland«. Der gewaltige Mythos des griechischen Titanen Prometheus hat immer wieder Dichter, Denker, Maler und Musiker angeregt. Beethoven schrieb 1801 die Musik zu einer Prometheus-Handlung. Das Freiburger Barockorchester beschäftigt sich in einem moderierten Familienkonzert und im Abschlusskonzert mit Beethovens »Die Geschöpfe des Prometheus«.


Sagenumwoben ist auch der Nibelungenschatz. Richard Wagner hat sich mehr als 30 Jahre lang mit dem Mythos beschäftigt. »Das Rheingold« bildet den Auftakt der epochalen Erzählung. Kent Nagano, Concerto Köln, das Dresdner Festspielorchester und ein namhaftes Sängerensemble führen es aus der Perspektive der historisch informierten Aufführungspraxis bei FEL!X 2023 auf.


Zwei weitere Programmpunkte runden das Festivalprogramm ab: »La lotta d’Ercole con Acheloo« komponierte der italienische Komponist Agostino Steffani 1689 für das neu eröffnete Hoftheater des Kurfürsten von Hannover. Das Bach Consort Wien führt das Divertimento drammatico unter der Leitung von Rubén Dubrovsky auf, es singen Miriam Kutrowatz, Sopran, sowie die Countertenöre Xavier Sabata, Terry Wey und Jake Arditti.


Mit Ghalia Benali und der Accademia del Piacere wird das Festival politisch. Unter dem Titel »Ich sah einen Blitz im Osten« beschäftigen sie sich mit den Themen Frieden, Liebe, Religionen und »Romanzen zwischen Ost und West«. Heraus kommt ein Statement, wie irrsinnig Kriege zwischen Muslimen und Christen sind und wie viele Gemeinsamkeiten es doch zwischen den Kulturen gibt.


Am 19. August findet mit FEL!X urban. wieder ein ganzer Tag Musik in verschiedenen Spielstätten rund um die Kölner Philharmonie bei freiem Eintritt statt. Junge Interpretinnen und Interpreten aus ganz Europa setzen sich genreübergreifend und kreativ mit Musik im Originalklang auseinander.


Der Vorverkauf für die FEL!X-Konzerte startet am 9. Mai um 12 Uhr. Erstmals können ein Festivalpass und ein Wahlpaket erworben werben.


 

Silke Ufer Philharmonie Köln


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