Ein Kölner bleibt im Herzen immer Kölner


Arnulf Reichert wurde in Köln geboren und lebte während er NS Zeit als Jude im Untergrund. Nach Kriegsende lernt er seine spätere Frau Elisabeth kennen und wanderte mit ihr über Israel nach Amerika aus

Dort nahm er einen Job in einer Firma für Haustierbedarf an, machte sich später selbstständig und wurde Millionär -

quasi vom Tellerwäscher zu Millionär

Ihre Heimat Köln haben er und Elisabeth nie vergessen und so besuchten sie 1954 Köln und am 6. April den Kölner Zoo. Sie hatten eine Geschenk in Form einer Weichschildkröte mitgebracht


63 Jahre später war das nächste Geschenk viel größer, er vererbte dem Kölner Zoo 22 Millionen Dollar

Als die Nachricht den Kölner Zoo erreichte, waren erstmal Zweifel angesagt, weil man sich soviel Glück gar nicht vorstellen konnte. Doch Elizabeth Reichert begann, jeden Monat 6000 Euro als Spende zu überweisen. Mittlerweile wurde eine Stiftung gegründet, die „Arnulf Reichert Foundation“ Sie wird von ihrem privaten Finanzberater in den USA und von Zoo-Vorstand Landsberg verwaltet.


Das ursprüngliche Vogelhaus wurde in den letzten 28 Monaten quasi zu einem Denkmal für die Reicherts umgebaut

Das von Bäumen umsäumte Gebäude ist in seinen Formen einer russischorthodoxen Kirche nachempfunden. Der in Gelb und Weiß gehaltene Bau besteht aus einem Mittelschiff mit Apsis, zwei Seitenschiffen und vier flankierenden Ecktürmen auf quadratischen Grundrissen. Die beiden Nordtürme sind schlanker als die wuchtigeren Südtürme. Kielbogige Blendgiebel leiten zu achteckigen Turmaufbauten über, die im Norden als durchfensterte Tambours und im Süden massiv gestaltet sind. Gestreckte Kuppeln mit Laternen und bekrönenden Zwiebeldächern schließen die Türme ab. Lisenen und Bögen gliedern die Fassaden. Das äußere Erscheinungsbild hat sich weitgehend original erhalten. Der Innenraum und das Hauptdach sind aufgrund von Kriegsschäden in der Nachkriegszeit verändert worden.



Ersteröffnung 1899 als Vogelhaus im Stil einer russisch-orthodoxen Kathedrale; es beherbergte zahlreiche seltene Vögel; später auf Initiative Kölner Bürger Einbau von großen Aquarien und Terrarien – es war also auch das erste Kölner „Aquarium“ im 2. WK stark zerstört, 1952 Wiederaufbau und Heimat für Menschenaffen; ab Mitte der 80er Heimat für südamerikanische Primaten, Umbenennung in Südamerikahaus; zuletzt stark baufällig 2019 bis 2021 denkmalgerechte Kernsanierung, Benennung nach Stifterehepaar Arnulf und Elizabeth Reichert, die dem Zoo ihr Vermögen vererben werden



Der ca 12 Millionen teure Umbau wurde finanziert durch:

Mittel aus einmaligem Zuschuss der Stadt Köln aus dem Jahr 2017 über 19 Mio. Euro; dieser Zuschuss wird für verschiedene Um/Neubauprojekte im Rahmen des Denkmalschutzes verwendet  Eigenmittel des Zoos 

einen eimaligen Förderzuschuss der NRW-Stiftung über 250.000 Euro 

einen einmaligen Förderzuschuss der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

uber 200.000 Euro  Spenden des Zoo Fördervereins

Neunutzung: begehbare Dschungelerlebniswelt, wo Besucher Auge in Auge mit frei sich bewegenden Tieren Mittel- und Südamerikas stehen; Holzsteg führt Besucher durch den Innenraum Untergeschoß: Technik, Nebenräume und Wurzelzone für Pflanzen Einfügen in Geogliederung des Kölner Zoos gemäß Masterplan als Teil des Südamerikabereichs Bewohner: hier leben u.a. Säugetiere: Faultiere, Salzkatzen, Primaten (Weißkopfsakis & Krallenaffen, Rote Brüllaffen), Gürteltiere; Vögel: Sonnerallen, südamerikanische Tauben, Tukane); Fische: Piranhas – zudem sehr seltene amerikanische Tropenpflanzen



6 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen