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»Das Rheingold«


Richard Wagners »Das Rheingold« mit dem Dresdner Festspielorchester und Concerto Köln unter der Leitung von Kent Nagano in der Kölner Philharmonie Aufführung mit einem herausragenden Sängerensemble am 18. August im Rahmen des FEL!X-Originalklangfestivals Seit 2017 nähern sich die Wagner-Lesarten, ein wissenschaftlich-künstlerisches Projekt von Kent Nagano, Concerto Köln und der Kunststiftung NRW, mit Methoden und aus der Perspektive der historisch informierten Aufführungspraxis Richard Wagners »Der Ring des Nibelungen« an. Im November 2021 wurde in der Kölner Philharmonie der erste Teil der Tetralogie »Das Rheingold« konzertant realisiert – auf dem historischen Instrumentarium und mit Blick auf die Gesangs- und Sprachpraxis der Entstehungszeit.


Inzwischen hat sich das Projekt ausgeweitet: Die Dresdner Musikfestspiele und Concerto Köln haben sich zu einer Kooperation verständigt, bis 2026 Richard Wagners »Der Ring des Nibelungen« in einer künstlerischen Zusammenarbeit unter der Leitung des Dirigenten Kent Nagano konzertant auf die Bühne zu bringen.


»Von den Instrumenten über das Singen hin zum allgemeinen Umgang mit dem Wort – vieles, was wir heute bei typischen Wagner-Aufführungen hören können, ist anders, als es zu Wagners Zeit Usus war. Das Wissen und die Perspektiven, die das akademische Projektteam in sechs Jahren aktiver Forschung zu Quellenmaterial, historischem Kontext, Stil und Aufführungspraxis gewonnen haben, ermöglichen es, gemeinsam mit dem Publikum in die faszinierende musikalische Welt des 19. Jahrhunderts einzutauchen und kritische Fragen zu stellen, die gerade bei einer Person wie Wagner nötig sind«, sagt Kent Nagano, künstlerischer Leiter Wagner-Projekt und Ehrendirigent Concerto Köln.


»Natürlich können wir nicht so spielen, wie es die Musikerinnen und Musiker rund um Richard Wagner machten – aber wir können uns annähern, indem wir uns intensiv mit den Quellen auseinandersetzen und sie in einem historisch informierten Aufführungskonzept zusammen-bringen. Manches mag dabei provozieren, erstaunen oder auch faszinieren. In jedem Fall gehen Forschung und Praxis Hand in Hand und inspirieren sich gegenseitig«, sagt PD Dr. Kai Hinrich Müller, wissenschaftlicher Kurator der »Rheingold«-Premiere.


»Das Rheingold«, das am 14. Juni im Rahmen der Dresdner Musikfestspiele zur Aufführung kam, bildet den Auftakt der epochalen Erzählung um Macht und Niederlage, um Liebe und Eifersucht, um Krieg und Frieden und nicht zuletzt um die essenziellen Grundfragen nach der Natur allen Lebens. Am 18. August ist es im Rahmen des FEL!X-Originalklangfestivals in der Kölner Philharmonie zu hören, im Anschluss geht es noch weiter auf Tour zum Ravello Festival (20.8.) und Lucerne Festival (22.8.) und wird ab Herbst 2023 in einer Wagner-Akademie Wagner-Expertinnen und Experten und Interpretinnen und Interpreten aus der ganzen Welt in Dresden zusammenbringen.



 

Silke Ufer


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