Corona Verordnung im Reitsport.


Probleme mit den neuen Corona-Richtlinien sehen vor allen Dingen alle Reitsportler. Anders wie in anderen Sportarten, besteht für Reitsportler (unabhängig ob Freizeit- oder Turniersportler) gemäß Tierschutzgesetz die Verpflichtung, einem Pferd täglich die nötige Bewegung zu verschaffen. Die Frage ist, wie ist das umsetzbar?

In einigen Bundesländer (Baden-Würtemberg, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Hamburg, Hessen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt) gilt die 2-G Regel, klar definiert, Jeder, der geimpft oder genesen ist, darf eine Reithalle nutzen.



In anderen Bundesländern gilt aber die 2g+ Regelung auch für Reithallen. Hier ist natürlich die Frage, steht das nicht in krassem Gegensatz zum Tierschutzgesetz?

Jeder Pferdesportler, der verantwortungsvoll mit seinem Sportpartner umgehen möchte, muss sich dann täglich testen lassen?

Dieser Verordnung mangelt es an Umsetzungsmöglichkeiten. Besonders im ländlichen Raum, hier ist es in vielen Landstrichen nur möglich, sich bis Freitags testen zu lassen.

Was machen wir dann am Sonntag mit unseren Pferden?

24 Stunden in der Box stehen lassen? Für einen Tierfreund eine unmögliche Vorstellung.

Sicher ist es möglich (wie teilweise praktiziert) einen Selbsttest in Gegenwart eines Vorstandsmitgliedes zu machen. Da fragt man sich allerdings, was will man den Ehrenamtlichen in den Reitvereinen noch aufbürden? Und was machen die Reiter, die Spaß mit ihren vierbeinigen Freunden haben möchten, aber nicht über einen Reitverein organisiert sind?


Und noch eine Frage stellt sich. Reithallen sind in der Regel 40 x 20 oder 60 x 20 Meter groß, bis zum Dachfirst gemessen meist acht Meter hoch. Gut belüftet, keine Wärmedämmung, die Luft kann zirkulieren. Und eine solche Reithalle wird zum Beispiel einer Turnhalle gleichgestellt, die vielleicht mal 10 x 10 Meter groß ist und eine Höhe von maximal 4 Meter hat?

Fragen über Fragen, und Antworten die einem Betrachter doch teilweise nicht ganz logisch vorkommen. Die wenigsten Pferdesportler sind Querdenker und verleugnen die Pandemie. Hier ist die Politik gefragt, im Bund, in den Ländern und in den Kreis- u. Stadtverwaltungen.

Manch einer wird jetzt sagen, die Pferdesportler möchte eine Extrawurst. Nein, das stimmt nicht, Pferdesportler möchten nur die notwendigen Corona- Schutzverordnungen mit den Aspekten des Tierschutzes in Einklang bringen.


 

@ Jürgen Fischer


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