Chio Aachen - Köln Dünnwald vorn


. Den beiden Siegern in der Einzelkonkurrenz (Mitte) gratulieren ALRV-Aufsichtsrat Dr. Thomas Förl (2.v.l.) und Thomas Salz, Vorstandsmitglied der Sparkasse Aachen (3.v.l.). Foto: CHIO Aachen/ Michael Strauch

Die erste deutsche Nationalhymne beim CHIO Aachen 2022 erklang für die Voltigierer vom Team Norka Automation des VV Köln-Dünnwald auf Calidor an der Longe von Patric Looser. Sie waren die beste Gruppe im Preis der Sparkasse, gewannen sowohl die Pflicht (7,978) als auch die Kür (8,986). Beide Prüfungen zusammengerechnet, kamen sie auf 8,484 Punkte.

Platz zwei ging in die Schweiz, an das Team Lütisburg auf Rayo de la Luz an der Longe von Monika Winkler-Bischofberger (8,138). Rang drei sicherte sich der VV Ingelsberg mit Fider Rock, longiert von Lars Hansen und 8,063 Zählern auf der Ergebnistafel.

Patric Looser, einst selbst Weltmeister im Einzelvoltigieren und heute Longenführer des Teams Norka Automation VV Köln-Dünnwald, war sehr zufrieden mit den Auftritten seiner Mannschaft – obwohl sie heute nicht 100 Prozent dessen abrufen konnten, was eigentlich möglich ist, wie er sagte. Zwei, drei Unsicherheiten waren drin in der mit Schwierigkeiten gespickten Kür. Aber: „Wir sind mega happy, weil wir gewonnen haben, gute Bewertungen hatten und uns da durchgekämpft haben.“ Die Ursache für die fehlenden zehn Prozent? „Es fehlte etwas an Schwung.“ Auch Calidor sei heute „nicht der Frischeste“ gewesen, so Looser. Fazit: „Ich denke langfristig. Heute waren ein paar Wackler, in der Pflicht hatte jeder kleine Fehler. Wir wissen nun, woran wir arbeiten müssen.“ Die Chance dazu haben sie gleich morgen im Nationenpreis, wo sie ihre Kür noch einmal zeigen.

Ein kleines Aachen-Comeback feierte der VV Ingelsberg. Seit Jahren waren die Bayern nicht mehr beim CHIO am Start gewesen. Heute hatten sie einen starken Auftritt in der Kür, die zweitbeste Leistung von allen mit einer 8,617 – und das mit einer neuen Kür und einem neuen Pferd. Für Fider Rock war dies erst das zweite internationale Turnier. „Und das erste vor solch einer Kulisse“, versicherte Regina Burgmayr. Nach Aachen zu kommen, sei ihnen eine Herzensangelegenheit gewesen, so Burgmayr, die mit ihren 31 Jahren die Dienstälteste des Teams ist und schon seit ihrem zehnten Lebensjahr auf Top-Niveau voltigiert. „Aachen ist für uns wie eine kleine Weltmeisterschaft!“


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