Bonn 2022

Aktualisiert: 19. Jan.



Corona:

Insbesondere jüngere und junge Menschen aktuell betroffen

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19.01.2022

Auch in Bonn steigen aktuell die Corona-Fallzahlen drastisch an. Innerhalb eines Tages, von Montag, 17. Januar, auf Dienstag, 18. Januar 2022, hat sich der Corona-Inzidenzwert in Bonn um mehr als 200 Punkte erhöht – er liegt jetzt bei 744,5.

Vor allem junge und jüngere Menschen in Bonn sind aktuell betroffen. Die 7-Tage-Inzidenz der 20- bis 39-Jährigen beträgt 1.004,2, der Inzidenzwert der Gruppe bis 19 Jahre liegt bei 1.222,7. Die Bundesstadt hat eine junge Bevölkerung, die typischerweise viele Kontakte untereinander hat. Mit der Omikron-Variante infizierte Menschen stecken zudem zahlreiche enge Kontaktpersonen an. Dabei zeigt sich, dass die Omikron-Variante offenbar häufig sehr mild verläuft, insbesondere nach Impfung.


„Der sehr deutliche Anstieg der Inzidenz ist ein Zeichen dafür, dass Omikron dabei ist, endemisch zu werden“, sagt Dr. Susanne Engels, Leiterin des städtischen Gesundheitsamtes. Endemisch bedeutet, dass das Virus mittelfristig „heimisch“ werden wird und das Immunsystem der meisten Personen dann durch Infektion und/oder Impfungen schon einmal mit Sars-Cov-2 in Kontakt gekommen sein wird. Der Anstieg der 7-Tage-Inzidenz ist nach Auffassung des Gesundheitsamtes auch durch das intensive Testen in Schulen und Kitas, in den mehr als 350 Teststellen sowie in den Arztpraxen im gesamten Bonner Stadtgebiet zurückzuführen. Aufgrund der hohen Infektionszahlen setzt die Stadt Bonn weiterhin auf ihre Impfkampagne und empfiehlt dringend, dass sich die Bürger*innen impfen und gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) boostern lassen. Darüber hinaus appelliert das Gesundheitsamt, nach wie vor die geltenden Coronaschutzmaßnahmen einzuhalten. Vor allem das konsequente Tragen von FFP2-Masken ist ein höchst wirksamer Schutz vor einer Infektion. Derzeit gibt es in Bonn 3.057 laborbestätigte Covid-19-Fälle, von denen 2.461 Infektionen in den vergangenen sieben Tagen gemeldet worden sind. 3.122 Personen befinden sich in Quarantäne. Seit Beginn der Pandemie in Bonn mit dem ersten Fall am 28. Februar 2020 wurden bisher insgesamt 28.938 Corona-Fälle gezählt. Unterdessen hat das Gesundheitsamt die Kontaktpersonennachverfolgung, die bereits seit der Zeit vor Weihnachten entsprechend den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) priorisiert worden ist, weiter eingeschränkt. Sie findet aktuell im Wesentlichen im Bereich der Krankenhäuser und der vulnerablen Personengruppen wie Senioreneinrichtungen statt.

Stadt Bonn


 

Weiberfastnacht:

Proklamation, Umzug und Rathaussturm in Beuel fallen aus

10.01.2022

Die weiterhin negative Entwicklung der Corona-Pandemie wird auch in Beuel dazu führen, dass nach der Proklamation als Präsenzveranstaltung im Brückenforum auch die Online-Proklamation mit Oberbürgermeisterin Katja Dörner sowie der Beueler Weiberfastnachtszug und der Rathaussturm am 24. Februar 2022 abgesagt werden müssen.

Obermöhn Ina Harder, der Leiter der Bezirksverwaltungsstelle, Ralf Birkner, und Zugleiter Ralf Reetmeyer haben diese Entscheidungen in Abstimmung mit Bezirksbürgermeisterin Lara Mohn und Oberbürgermeisterin Katja Dörner getroffen. „Ich danke allen Karnevalistinnen und Karnevalisten im Stadtbezirk, die sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht haben. Sie ist Ausdruck von Solidarität und Verantwortung, wenngleich sie mich und alle, die sich mit Lena Obliers auf die Session gefreut haben, schmerzlich berührt. Fastelovend geht nur gemeinsam - und so gilt mein Respekt allen, die mit dieser Entscheidung ihren Beitrag dazu leisten, dass wir gut und schnellstmöglich durch die Pandemie kommen“, sagt Oberbürgermeisterin Katja Dörner. „Für mich ist diese Absage eine schwere, aber notwendige Entscheidung. Die Entwicklung der Pandemie mit weiter steigenden Infektionszahlen lässt uns leider auch in diesem Jahr noch keinen Spielraum für eine angemessene Form des Feierns. Ich hoffe, dass es für die Menschen in unserem Stadtbezirk trotzdem viele Möglichkeiten geben wird, das Lebensgefühl ,Wieverfastelovend‘ im Herzen zu spüren“, sagt Bezirksbürgermeisterin Lara Mohn. „Zum zweiten Mal können wir unsere Wäscherprinzessin nicht proklamieren, das ist für uns alle eine schwere, aber alternativlose Entscheidung. Es tut mir besonders für Lena I. (Obliers) sehr leid, aber wir werden gemeinsam mit ihr jede Gelegenheit nutzen, unser Brauchtum und die damit verbundene Lebensfreude zu den Menschen und ganz besonders zu den Kindern zu tragen, damit sie die Tradition der Weiberfastnacht auch in diesem Jahr nicht ganz vermissen müssen“, sagt Obermöhn Ina Harder.


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