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Aufgebot für den Tag des Handballs


Nächste Etappe auf dem Weg zur EHF EURO 2024: Die deutsche Handball-Nationalmannschaft kommt in München zum ersten Lehrgang der Länderspielsaison 2023/24 zusammen. Bundestrainer Alfred Gislason nominierte 19 Spieler – darunter Rückkehrer Silvio Heinevetter und Sebastian Heymann sowie die Neulinge David Späth und Tim Nothdurft.


Los geht es mit den Anreisen der ersten Spieler bereits am Sonntag, 29. Oktober. Tags darauf startet Gislason mit kompletter Formation ins Programm, dessen Highlights zwei Länderspiele gegen Afrikameister Ägypten sein werden – erst am 3. November, 18.35 Uhr in Neu-Ulm sowie am 5. November, 17.15 Uhr in München als Abschluss beim Tag des Handballs

„Die Tage in München und die Länderspiele gegen Ägypten werden extrem wichtig, denn ab sofort geht es um das Fundament für die Europameisterschaft. Jeder muss seine Rolle kennenlernen und zu hundert Prozent ausfüllen“, sagt Gislason, dessen Aufgebot sowohl einige ungeplante Ausfälle, aber auch Leistungen der Liga widerspiegelt.



Axel Kromer, Vorstand Sport des Deutschen Handballbundes: „Die Aussicht auf die Europameisterschaft elektrisiert Handball-Deutschland mehr und mehr. Diese Energie müssen wir jetzt aufnehmen und in unsere Nationalmannschaft bringen. Ich glaube fest an das Potenzial unseres Teams. Wir haben Klasse, Herz – und die Chance, das Publikum mit begeisterndem Handball auf unsere Seite zu bringen.“


Silvio Heinevetter kehrt mit ab dem 21. Oktober 39 Jahren in die deutsche Handball-Nationalmannschaft zurück. Der Torwart des TVB 1898 Stuttgart, in übrigens 2004 U20-Europameister, bildet mit David Späth, in diesem Sommer U21-Weltmeister, das deutsche Gespann zwischen den Pfosten. „Andreas Wolff befindet sich nach seiner Verletzung noch in der Reha und wird aller Voraussicht nach noch nicht im vollen Umfang bereit sein“, sagt Gislason. „Daher möchte ich mit Silvio Heinevetter, der in der Liga eine starke Form zeigt, weitere Sicherheit und Erfahrung ins Torhüterteam bringen. Das wird gegen den Afrikameister und WM-Sechsten Ägypten wichtig sein.“ Bis 2021 bestritt Heinevetter 204 Länderspiele; der 21-jährige Späth, der bereits wiederholt Trainingsgast beim A-Team war, verdiente sich seine erste vollständige Nominierung und hofft damit auch auf die Premiere in der A-Nationalmannschaft. Diese haben die U21-Weltmeister Justus Fischer und Renars Uscins bereits im April erlebt. Ein weiterer Neuling im A-Team wird Tim Nothdurft, Linksaußen des Bergischen HC, sein.



Im Rückraum der Nationalmannschaft wird es drei weitere Rückkehrer geben: Marian Michalczik (wie die Youngster Fischer und Uscins TSV Hannover-Burgdorf) ist wie Juri Knorr für die Mitte nominiert, der Magdeburger Philipp Weber für den linken Rückraum. Ebendort gibt auch Sebastian Heymann sein Comeback: Der Göppinger kämpfte nach zwei Kreuzbandrissen erfolgreich um Anschluss.


Verzichten muss Gislason unter anderem auf die verletzten und noch in der Reha befindlichen Berliner Paul Drux und Fabian Wiede sowie den Leipziger Luca Witzke.


Gislasons Hoffnung, zur EM wieder mit Hendrik Pekeler planen zu können, bleibt unerfüllt. Der Kieler Abwehrspezialist, der nach den Olympischen Spielen 2021 bereits auf unbestimmte Zeit in der Nationalmannschaft pausierte, kehrte zwar Ende September nach mehrmonatiger Verletzungspause wieder in den Spielbetrieb zurück. Doch der Europameister von 2016 muss sich schweren Herzens von seinem Traum verabschieden, zum zweiten Mal nach der WM 2019 ein Turnier vor Heimpublikum zu erleben. „Ich habe seit Monaten mit den Verantwortlichen des DHB in Kontakt gestanden und die EM im Kopf gehabt, aber muss im schweren Herzens absagen“, sagt der 32-jährige Pekeler. „Ich bin noch nicht wieder in der notwendigen Form, um Alfred und dem Team wirklich helfen zu können. Jetzt bin ich eben Fan unserer Nationalmannschaft und hoffe auf einen begeisternden Januar.“


„Das ist wirklich schade. Ich bedauere den Entschluss, denn ein Weltklassespieler wie Hendrik Pekeler tut jeder Nationalmannschaft gut“, sagt Gislason. „Trotzdem haben die ehrliche Selbsteinschätzung und sein Entschluss auch etwas Gutes, denn wir haben Klarheit für die Europameisterschaft gewonnen.“


 

Deutscher Handballbund e.V

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