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asphalt 2023 ist gestern erfolgreich zu Ende gegangen


Nach 17 Tagen voller Theater, Tanz, Konzerte, Lesungen, Ausstellungen und Performancekunst ist gestern das asphalt Festival in Düsseldorf zu Ende gegangen. Es zeigte in insgesamt 60 Veranstaltungen an fünf verschiedenen Spielstätten Kunst der Gegenwart in einer großen thematischen und ästhetischen Bandbreite. Insgesamt zählte die diesjährige Festivalausgabe 6.500 Besucher:innen.

asphalt 2023 überzeugte mit starker politischer Kunst, etwa dem Tanztheater „Oasis de la Impunidad“ des Teatro La Re-sentida über gewaltsame Straßenproteste in Chile 2019, sieben ausverkauften Vorstellungen von „Dunkeldorf“, der neuen Inszenierung des Theaterkollektiv Pièrre.Vers zum Wehrhahn-Anschlag vom 27. Juli 2000 in Düsseldorf, oder der Uraufführung von Bojan Vuletics Konzertinstallation „I hear you“, die sich mit antidemokratischen und rechtsnationalen Bewegungen weltweit befasst. Künstler:innen aus u. a. Australien, Tansania, Belgien, Österreich, Großbritannien, Kap Verde, Italien, der Niederlande und Deutschland präsentierten ihre aktuellen künstlerischen Arbeiten.

Der Programmschwerpunkt „Ukrainian Voices“ bot ein Forum für hochkarätige ukrainische Künstler:innen und Ensembles, die sich mit dem Angriffskrieg Russlands auf ihr Heimatland auseinandersetzen. Die prominente Schriftstellerin Halyna Kruk hielt die Festivalrede, die Gruppenausstellung „Zero Tolerance“ zeigte aktuelle Foto- und Videoarbeiten, das international renommierte Künstlerinnenkollektiv Dakh Daughters beeindruckte nachhaltig mit „Danse Macabre“, einer Musikperformance über den Alltag von Frauen im Krieg. Die Abschlussveranstaltung „Erzähl mir von mir“ am letzten Festivaltag bot ein sehr bewegendes Gipfeltreffen wichtiger Stimmen aus der Ukraine und Deutschland, u. a. mit dem Schriftsteller und Friedenpreisträger Serhij Zhadan, dem preisgekrönten Reporter Steffen Dobbert und der Bachmann-Preisträgerin Tanja Maljartschuk.


Zuvor waren im voll besetzten Großen Haus des Düsseldorfer Schauspielhauses zwei Vorstellungen von „Verrückt nach Trost“ mit Standing Ovations bejubelt worden. Das Theaterstück von Thorsten Lensing mit den Schauspielstars Devid Striesow, Ursina Lardi, Sebastian Blomberg und André Jung entstand als Koproduktion des asphalt Festivals mit den Salzburger Festspielen.

Die Festivalleiter Christof Seeger-Zurmühlen und Bojan Vuletic ziehen zufrieden Bilanz: „Dass Kunst eine ermächtigende Wirkung haben kann, ist dieses Jahr durch unfassbar eindringliche Arbeiten spürbar geworden. Wir danken von Herzen den Künstler:innen, dass sie in vielfältigen Sprachen und Ästhetiken derart starke, emotionale Momente geschaffen haben. Wir verneigen uns vor dem Publikum, das zahlreich strömte, um Teil von einzigartigen Kunsterlebnissen zu werden, die hoffentlich zum nachhaltigen Dialog anregten. All den Ermöglicher:innen des Festivals gilt unser besonderer Dank dafür, dass sie in diesen turbulenten Tagen an die Kraft der Kunst glauben.“

Als besonderer Besuchermagnet erwies sich abermals die Seebühne am Schwanenspiegel, deren einmalige Atmosphäre zwischen Urbanität und Natur das asphalt-Publikum besonders ins Herz geschlossen hat. Hier fanden intime und stimmungsvolle Kopfhörerkonzerte mit Musiker:innen und Bands aus den Sparten Jazz, Soul, Folk und Rock bis hin zu Hip-Hop, Electro und Avantgarde statt, die meisten davon waren ausverkauft. Von 18 Veranstaltungen auf der Seebühne konnten 15 wie geplant open air und in schönster Sommerabendstimmung stattfinden, drei Konzerte wurden wegen Unwetter- bzw. Regenwarnung kurzfristig in eine Halle auf dem Gelände der Alten Farbwerke verlegt.

Die Planungen für die 12. Ausgabe im kommenden Jahr sind bereits weit fortgeschritten. Das nächste asphalt Festival wird vom 3. bis 21. Juli 2024 in Düsseldorf stattfinden.


 

Marita Ingenhoven

Pressebüro asphalt Festival


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