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And the winner is....

Menschenrechtspreis der Tonhalle Düsseldorf 2023 geht an Sanaz Azimipour



Der Principal Conductor der Düsseldorfer Symphoniker Adam Fischer zeichnet seit 2016 jedes Jahr eine Person oder Organisation aus, die sich in besonderem Maße für die Menschenrechte einsetzt.

Adam Fischer war von jeher als Mann mit klaren politischen Vorstellungen bekannt und bei den Verhandlungen vor acht Jahren war die jährliche Vergabe eines Menschenrechts Preises Gegenstand der Gespräche.

In diesem Jahr geht die Auszeichnung an die iranische Aktivistin und Feministin Sanaz Azimipour.

Der Preis ist mir die mit 10.000 Euro dotiert, dass zu gleichen Teilen von den Freunden der Tonhalle und die Sparkasse aufgebracht wird.


Foto: Andreas Schmidt/Tonhalle


Die 30-Jährige Preisträgerin ist in Teheran geboren und aufgewachsen und lebt seit 2016 in Berlin. Sie ist Mathematikerin, unt Stipendiatin der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Nach dem gewaltsamen Tod von Jina Mahsa Amini, der die aktuelle Protestbewegung in Iran ausgelöst hat, gründete Sanaz Azimipour gemeinsam mit weiteren Aktivistinnen und Aktivisten das Woman* Life Freedom Kollektiv Berlin, das ausschließlich aus Ehrenamtlichen besteht. Internal bekannt wurde das Kollektiv, als im Oktober 2022 in Berlin die von ihm organisierte und bislang größte iranische Demonstration außerhalb Irans stattfand, an der mehr als 80.000 Menschen aus ganz Europa und anderen Ländern der Welt teilnahmen.

Mit dem Woman* Life Freedom Kollektiv Berlin setzt sie sich dafür rassistische, ethnische, religiöse, sexuelle und geschlechtsspezifische Unterdrückung in Iran durch Aufklärungsarbeit einzudämmen. Es will die über Jahrzehnte anhaltenden und zunehmenden Verbrechen des iranischen Regimes, Korruption, Vetternwirtschaft und Umweltzerstörung aufdecken und bekämpfen.

Adam Fischer bekundet mit der Auszeichnung für Sanaz Azimipour seine Solidarität mit der Protestbewegung gegen das iranische Regime: »Die Unterdrückung insbesondere der Frauen in Iran ist ein Verbrechen. Angesichts der vielen Krisen in der Welt rückt das Thema in den westlichen Medien gerade etwas in den Hintergrund. Wir dürfen die Menschen in Iran nicht vergessen und können sie dadurch unterstützen, dass wir ihnen Aufmerksamkeit schenken. Ich hoffe sehr, dass die Proteste gegen die autoritäre Regierung, die Menschenrechte mit Füßen tritt, nicht abreißen und schließlich zum Erfolg führen.«

Sanaz Azimipour wird das Preisgeld an Lichtblick Dildarên Jiyanê e. V. spenden, damit es von Gewalt betroffenen Menschen in Iran, Ostkurdistan und Belutschistan direkt vor Ort zugutekommt. Der Verein mit Sitz in Troisdorf leistet finanzielle Unterstützung für Menschen, die bei den Protesten gegen das Regime verletzt wurden und medizinische Hilfe benötigen, ebenso wie für Angehörige von Personen, die während der Demonstrationen festgenommen wurden und in Haft sitzen.



Der Menschenrechtspreis wird am 7. Mai 2023 im Rahmen des Menschenrechtskonzerts in der Tonhalle Düsseldorf verliehen. Sanaz Azimipour wird die Auszeichnung persönlich entgegennehmen. Auf dem Konzertprogramm des Abends steht das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart, es musizieren die Düsseldorfer Symphoniker, der Chor des Städtischen Musikvereins und die Solisten Hannah Morrison, Katrin Wundsam, Gyula Rab und Miklos Sebestyén unter der Leitung von Adam Fischer.


 

Marita Ingenh​oven anna m. drack

Pressesprecherin Tonhalle Düsseldorf

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