Acht Kuba-Flamingos im Kölner Zoo geschlüpft


Fotos Werner Scheurer

Flamingos zählen zu den farbenfrohen Hinguckern im Kölner Zoo. Vor wenigen Wochen schlüpften bei dieser Vogelart acht Jungtiere. Ihre ersten Lebenstage verbrachte die Junggruppe im Backstage-Bereich in der Brutmaschine. Im Anschluss wurden sie in der dortigen Kinderstube von den Tierpflegern umsorgt. Sie erhielten täglich vier Mal einen nährstoffreichen Brei aus Eigelbpulver, der die Küken schnell wachsen ließ.


Der Zoo zog die Küken zunächst im geschützten hinteren Bereich auf, damit sie nicht von Greifvögeln oder Füchsen erbeutet werden. Der Flamingo-Nachwuchs ist nun groß genug, um in der Nachbarschaft der 130 köpfigen Elterntiergruppe in der Nähe unseres Zoorestaurants das Einmaleins des Flamingolebens kennenzulernen. Wenn die „Halbstarken“ in zwei Monaten ausgewachsen sind, werden sie sich erfahrungsgemäß ohne Probleme in die Gruppe integrieren. Für die Besucher bleiben sie noch etwa ein Jahr durch ihr graues Federkleid als Jungtiere gut zu erkennen.



Fotos Werner Scheurer

Bei den Küken handelt es sich um fünf Weibchen und drei Männchen. Eigentlich erfolgt die Geschlechterbestimmung bei Flamingos erst im ausgewachsenen Zustand anhand der äußeren Erscheinung. Männchen sind in der Regel größer als Weibchen und haben auch dickere Beine. Um nicht so lange warten zu müssen, hat der Zoo den Küken bei der Beringung jeweils eine Federprobe entnommen und auf dieser Basis das Geschlecht bestimmen lassen.



Fotos Werner Scheurer

Flamingos fühlen sich nur in der Gemeinschaft wohl. 160 der eleganten Tiere, die gern widerlegen, dass man auf einem Bein nicht stehen kann, leben insgesamt derzeit in zwei Gruppen bei uns im Kölner Zoo – und dass zum Teil schon lange. Flamingos können in Menschenobhut leicht über 60 Jahre alt werden.



Fotos Werner Scheurer

Kuba-Flamingos kommen hauptsächlich in Mittelamerika vor. Sie ernähren sich von Plankton, das sie mit Hilfe ihres siebartigen Schnabels aus dem Wasser filtern. Im Freiland nehmen Flamingos Krebstierchen auf, deren Farbstoff ihr Gefieder rot einfärbt. Im Kölner Zoo geben die Tierpfleger ein Futter, dem Rotfarbstoffe beigemengt sind. So bleiben die Vögel auch hier intensiv gefärbt.


Übrigens: Die Flamingos lassen sich gut von der Sonnenterrasse des Zoorestaurants „Flamingos“ aus beobachten – als farbenfroher Hingucker für schöne Spätsommerstunden.


 

Text Christoph Schütt Fotos Werner Scheurer

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