Absage des Karnevals in NRW

Kommentar unseres Redakteurs Jürgen Fischer



Am Dienstag traf sich der NRW Ministerpräsident Hendrik Wüst mit dem Präsidenten des Festkomitees Kölner Karneval Christoph Kuckelkorn und Frank Prömbeler (Aachen), Vizepräsident des Bundes deutscher Karneval. Diskussionspunkt dieser Besprechung war ein Informationsaustausch über die kommende Session. Nach dieser Besprechung stellten sich die Diskussionsteilnehmer der versammelten Presse.


Übereinstimmend wurde erklärt, dass man aufgrund der steigenden Inzidenzzahlen auch in der Session 2021/2022 keine Veranstaltungen durchführen werde, der gesamte Karneval für diese Session wurde für abgesagt erklärt!

So musste man das als Betrachter der Pressekonferenz bewerten.


Ich möchte an dieser Stelle jetzt nicht über die Sinnhaftigkeit dieser Pressekonferenz und die neuen „Regelungen“ sprechen, dieses Urteil bleibt jedem Leser selbst überlassen. Fest steht nur, dass es sich bei den Statements nur um eine Empfehlung handelte und nicht um einen rechtsgültigen Beschluss der Landesregierung, was aber dann doch zuerst anders dargestellt wurde


Und damit wurden Karnevalsvereine teilweise in die Enge getrieben,. Die meisten Vereine sagten ihre Veranstaltungen ab, ungeachtet davon, dass man mit den Künstlern Verträge vereinbart hatte. Da es sich aber nur um eine Empfehlung handelt, befinden sich die Vereine in einem rechtsfreien Raum., Die Vereine sagen Veranstaltungen ab, ohne, dass es klare Bestimmungen von der Landesregierung gibt. Und so fühlen sich viele Vereine allein gelassen, vor allen Dingen, wenn man liest, dass Veranstaltungen in der Lanxess Arena stattfinden werden. 5000 Gäste sollen zugelassen werden

. Verkehrte Welt? Wird hier mit zweierlei Maß gemessen, private Veranstalter machen mehr wie Vereine?


Trotz meiner Kritik möchte ich aber auf jeden Fall eine Lanze für unsere Künstler brechen, die Meisten sind kooperativ und arbeiten Hand in Hand mit den Vereinen zusammen, dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken., Ihr habt euren Job verstanden und wisst, das in solch schwierigen Zeiten uns nur ein Miteinander über Wasser hält.


Leider habe ich aber auch erfahren, dass einige Künstler nicht so mitarbeiten und auf Ihren Gagen bestehen, auch wenn die Veranstaltungen ausfallen. Ich persönlich finde es schade. Ein Hinweis für Künstler und Veranstalter, es gibt eine Möglichkeit, den Finanziellen Schaden auch Für Künstler abzufedern, siehe

https://sonderfonds-kulturveranstaltungen.de/index.html


Wenn Veranstalter und Künstler zusammen arbeiten, ist das ein Ausweg aus der Misere.


Übrigens, Kritik wird auch laut von anderen Regionalverbänden, dass habe ich auch schon gehört.

Viele Regionalverbände füllen sich ausgeschlossen, da nur Köln und ein Vertreter des BDK aus Aachen dieses Spitzengespräch mit dem Ministerpräsidenten führten. Vielleicht hätte man auch andere Vertreter zu diesem Gespräch einladen sollen.


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