ABGELEHNT!! Gedenkplättchen zum "Friedlichen Protest


Cornel Wachter erhält den Ehrenamtspreis der Stadt Köln 2022, den er am 4.September aus den Händen von OB Henriette Reker und der Moderatorin Laura Wontorra entgegennehmen darf, t.

Da bewahrheitet sich dann doch mal wieder der Spruch "Tue Gutes und rede drüber" als vorteilhaft.

Ein Vorteil könnte dieser Preis auch für Cornels Idee eines kleinen Denkmals für den "Friedlichen Protest vom 9.11.1992 auf dem Chlodwigplatz",

So ein "Preis" hilft hier vielleicht wirklich

Cornel will dranbleiben und um die Verwirklichung seiner Idee kämpfen, trotz Ablehnung durch das Liegenschaftsamt - nur schade, dass es zum Tag des 30. Erinnerns an diesen friedlichen Protest wohl nichts mehr wird.



Er baut zur Zeit Tage die Ausstellung "Kunst trotz(t) Ausgrenzung" in Köln wieder ab. In der Diakonie Michaelshoven, im Vringstreff, Luther-, Antoniter- und der Kartäuserkirche. Und ihn berührt die Erinnerung, dass ganz junge Leute sich in den 80er Jahren im Gemeindesaal der Kartäuserkirche mit der Kölner Friedensbewegung gegen die Stationierung atomarer Mittelstreckenraketen getroffen haben.

Ihn berührte bei den Veranstaltungen zu "Kunst trotz(t) Ausgrenzung" mit Michael Kokotts Chor oder Wolfgang Oelsner im Garten der Kartäuserkirche auch die Erinnerungstafel an den roten Pfarrer Georg Fritze (1874-1939), der Pazifist war und das Schweigen der Evangelischen Kirche im dritten Reich zur Judenfrage öffentlich kritisierte.

Pfarrer Matthias Bonhoeffer berichtete mal zu Fritze, „Trotz erheblichen Drucks aus den eigenen Reihen weigerte er sich, den geforderten Eid auf Adolf Hitler zu leisten und wurde letztlich seines Amtes enthoben.“

Cornel ist es extrem wichtig an solch standhafte Menschen zu erinnern, um anderen ein Beispiel zu geben oder sie in ihrem engagierten Tun für das Gerechte, das Gute zu bestärken, "sieh da hat es eine oder einer auch so gelebt, gewagt, Du bist auf dem richtigen Weg, bleibe dran!".


Deshalb erschüttert es ihn besonders das sein Vorschlag und sein Angebot der Eigenfinanzierung eines kleinen Denkmals (ca. DinA4 groß) für den "Friedlichen Protest vom 9.11.1992 auf dem Chlodwigplatz" vom Liegenschaftsamt der Stadt Köln abgelehnt wird , aber die Tafel des Reiterkorps Jan-von-Werth dort in sicher 80 x 80 cm hängen darf.

Zu einer "sage", dass was wir erinnern könnten ist real gewesen, wir waren dabei und ich wünsche mir die Zeit zurück, da so etwas problemlos möglich war.

Heute werden im Vorfeld über soziale Netzwerke schon so viel Aufregung, Denunziation, Falschmeldungen und Verunsicherung verbreitet .....

Der Tipp von Herrn Kiefer mit der Stele ist ja schön und gut, aber so eine Installation ist auch immer etwas für die Notdurft von Hunde. Und dann würde sich der dort Donnerstag stattfindende Markt auch "bedanken", wenn man ihm ein solches Hindernis in den Weg stellen würde

Die zuletzt aus dem Amt geschiedene Frau Dr. Marion Grams-Thieme war nicht nur in fernmündlichen Gesprächen von der Idee begeistert und davon überzeugt diese Erinnerung sei "gerade in der aktuellen Zeit mehr als wichtig", sondern sie betrieb es auch die Idee den entsprechenden Stellen bei der Stadtverwaltung mit ihrer "ausdrücklichen Empfehlung" zu reichen.


Aber vielleicht klappt es irgendwann doch noch


 

Cornel Wachter

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